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Blau-Weiß Meer sucht eine neue Spielstätte

Fussball-KREISLIGA B : Meer sucht seine neue „Heimat“

Nach dem Verlust der eigenen Spielstätte an der Hügelstraße im Juni ist für Blau-Weiß Meer noch keine dauerhafte Lösung in Sicht.

Mindestens ein Spielfeld, Umkleidekabinen und womöglich ein Vereinsheim – das alles gehört in der Regel zu einem Fußballverein. Der B-Ligist Blau-Weiß Meer aus Mönchengladbach hat das alles jedoch nicht mehr. Der Grund: Das Unternehmen SMS Group. Dieses benötigte das Sportgelände des Vereins für den Neubau eines firmeneigenen Campus für rund 1500 Mitarbeiter. Das Unternehmen hatte den Umzug erstmals 2015 angekündigt. Meer musste daher seine heimischen Spielstädte an der Hügelstraße im Juni aufgeben – und befindet sich seitdem für seine zwei Senioren- und acht Jugendmannschaften auf der Suche nach einer neuen „Heimat“.

Derzeit darf Meer die Anlage an den Holter Spielstätten nutzen. Ganz zufrieden ist Trainer Orhan Demir mit den Bedingungen in Holt aber nicht. Man dürfe nach Aussage des Trainers nur auf einem Rasenplatz im Wald spielen, nicht auf dem Kunstrasenplatz. Außerdem sei das Training dort durch fehlendes Flutlicht erschwert.

„Zunächst hat man uns den großen Rasenplatz hinter dem Kunstrasenplatz zur Verfügung gestellt, doch der wurde wenig später gesperrt. Jetzt finden die Übungseinheiten auf der Wiese neben den beiden großen Plätzen statt. Aber wohin, wenn die Stadt alle Rasenplätze sperrt?“, sagt Demir.

Neben Demir zählt auch Rolf Fränzen zum lebenden Inventar bei den Blau-Weißen. Fränzen ist 2. Vorsitzender, Kassierer, Seniorenobmann und Platzwart in Personalunion. Er moniert bei der Suche nach einer neuen Spielstätte: „Die Stadt hätte alles regeln sollen, aber leider ist nichts schriftlich fixiert worden.“

Ob Meer in Holt bleibt oder 2021 auf der neuen Anlage des Rheydter SV ein neues Zuhause findet, ist offen. Als langfristige Perspektive war zudem die Modernisierung der benachbarten Ernst-Reuter-Sportanlage des 1. FC Mönchengladbach angesehen worden. Die Stadt hatte dieses Projekt im „Integrierten Handlungs- und Entwicklungskonzept Alt-Mönchengladbach“ aus dem Jahr 2017 verankert. Durch die Schaffung weiterer Kunstrasenspielflächen auf der Anlage hätte der Trainings- und Spielbetrieb von Blau-Weiß Meer dort integriert werden können. Doch auf der Anlage des 1. FC ist bislang nichts passiert.

„Der Ausbau der FC-Anlage hätte sicherlich auch früher bewerkstelligt werden können. Aber die Gelder wurden zwischenzeitlich für andere Projekte ausgegeben. Nun müssen erst mal neue Gelder beantragt werden. Dabei wäre es beim FC wie geschaffen für uns“, sagt Fränzen.

Sportlich startete Blau-Weiß Meer zumindest ordentlich in die neue Spielzeit. Die ersten vier Partien konnten allesamt gewonnen werden, ehe es zuletzt am 6. Spieltag eine 1:4-Pleite gegen Concordia Viersen gab.