Lokalsport: Bezirksligisten müssen öfter ran als die Bayern

Lokalsport : Bezirksligisten müssen öfter ran als die Bayern

Der Rheydter SV muss bis Ostern noch neun Spiele absolvieren, die DJK/VfL Giesenkirchen noch acht.

Sicher, Bayern Münchens Joshua Kimmich und Tobias Krämer vom Rheydter Spielverein trennen Fußballwelten. In fast allen Belangen hat der Bundesliga- und Nationalspieler deutliche Vorteile und dürfte auch grundsätzlich belasteter sein als sein Kollege aus der Bezirksliga. Allerdings haben Kimmich und mit ihm seine Bayern bis Ostern erstaunlicherweise weniger Arbeit als Krämer und seine Mitspieler. Die Müchener haben bis Ostersamstag noch sieben Pflichtspiele, der Rheydter SV dagegen neun. Der RSV ist dabei ein wenig mehr belastet als die Giesenkirchener, die acht Spiele absolvieren müssen.

Die Schieflage in dieser Bezirksliga-Saison entsteht dadurch, dass beide Gladbacher Vereine über Geläufe auf ihren Sportanlagen verfügen, die Fußballspiele nur begrenzt zulassen und bei widrigen Witterungsverhältnissen zu Spielabsagen führen. Nun werden die Akteure beider Vereine bis zum Gründonnerstag zu Fußball spielenden Malochern, deren sportliches Glück durch die enormen Belastungen infrage gestellt ist.

Der Rheydter Spielverein hat sein bislang letztes Pflichtspiel am 2. Dezember 2017 ausgetragen. Die Zwangspause der Giesenkirchener endete am vergangenen Sonntag, allerdings mit einer 0:4-Niederlage in Holzheim. Giesenkirchen und der RSV konnten bisher nur selten auf der eigenen Anlage trainieren, und offensichtlich waren viele Testspiele für Giesenkirchen keine Garantie für einen guten Start nach der Winterpause.

"Nach dem 0:4 in Holzheim sollten wir uns gegen Brüggen am Sonntag besser präsentieren. Natürlich wird für uns die Belastung enorm sein. Mit einem Sieg könnte aber auch wieder neue Motivation entstehen. Wenn dann die Spiele Schlag auf Schlag folgen, kann sich das auch positiv auswirken", sagt Giesenkirchens Trainer Volker Hansen.

Sein Kollege René Schnitzler konnte bisher nur unter erschwerten Bedingungen trainieren und nur mit Hilfe des Mönchengladbacher Sportamts zweimal auf anderen Plätzen trainieren. "Wir sind allein dadurch schon benachteiligt. Ich weiß nicht, ob das dann sein muss, innerhalb von zehn Tagen viermal zu spielen. Im letzten Spiel dieser Serie treffen wir ausgerechnet auf St. Tönis, wenn bei uns der Kräfteverschleiß schon recht hoch ist. In dieser Partie Anfang März könnte es dann ausgerechnet um die Tabellenführung gehen", sagt Schnitzler.

Nach dem heutigen Spiel gegen Waldniel (19.30 Uhr) ist die nächste Partie des RSV auf jeden Fall gesichert. Beim SSV Strümp wird die Partie auf einem Kunstrasenplatz angepfiffen und wird sicherlich nicht ausfallen. Dagegen könnte die Partie der Giesenkirchener gegen Brüggen (Sonntag, 15.30 Uhr) bei schlechtem Wetter noch gefährdet sein.

(RP)