Bezirksligist aus Mönchengladbach um Trainer René Schnitzler

Fußball-Bezirksliga : Der Rheydter SV hat gut nachgelegt

Mit 28 Spielern ist der Kader des Bezirksligisten recht aufgebläht, findet Trainer René Schnitzler, die ersten Tests waren aber erfolgreich. Die Zugänge Frank Lukic und Jeff Mrowka überzeugen bereits, der RSV hat aber auch noch einige Baustellen.

Nach der Saison ist vor der Saison. Nachdem das Transferfenster geschlossen ist, heißt es nun, sich auf die neue Spielzeit vorzubereiten. Wie bereiten sich die Gladbacher Teams überhaupt vor? Gegen welche Gegner sammelt man erste Eindrücke? Wie machen sich die neuen Spieler? Zum Auftakt ein Blick auf den Rheydter SV.

Der Grundstock einer guten Saison ist die von den meisten Spielern gehasste Laufeinheit. So ist es auch beim „Spö“. Selbst in den bisher zwei Testspielen absolvierten die Einwechselspieler von Trainer Rene Schnitzler ihre Laufeinheiten rund um den Platz. Sogar Torhüter Sebastian Grund spulte sein Pensum in entgegengesetzter Laufrichtung und in einem schnelleren Tempo als seine Mitspieler ab. Torwart-Trainer Dirk Meier war dagegen Schrittmacher für das Gros der Spieler. Abgesehen von den Urlaubern und dem von Odenkirchen gekommenen Marco Yilmaz, der das Testspiel mit Gipsfuss intensiv verfolgte, war der komplette Kader anwesend. Mit 28 Spielern inklusive Spielertrainern ist der Kader des RSV doch ziemlich aufgebläht, wie Schnitzler meinte. Aber angesichts der personellen Notstände während der Vorsaison ist dies auch vonnöten und somit zu vertreten.

Doch das Problem wird sein, alle Spieler irgendwie bei Laune zu halten. Andererseits belebt Konkurrenz das Geschäft. Und der RSV hat gut nachgelegt. Allen voran fiel besonders der von Wegberg-Beeck gekommene Fran Lukic auf, der nach den ersten Eindrücken die Nase gegenüber Nikola Kalchev leicht vorne haben dürfte. Auch der von Giesenkirchen abgeworbene Jeff Mrowka hat seine Ambitionen auf einen Stammplatz eindrucksvoll untermauert und war in vielen Situationen eine gesuchte Anspielstation. Der Ex-Hocksteiner Kevin Yaramis dagegen benötigt noch einige Trainingseinheiten. Selbiges gilt für Ion Verdes, der von BW Meer kam.

Testspiele dienen, so gibt es auch der Begriff wieder, dem Übungsleiterstab lediglich als kleine Standortbestimmung und als Antwort auf die Frage, wo sich noch Baustellen befinden. Aber die beiden Spiele gegen A-Liga-Aufsteiger Mennrath II (8:1) und das 2:1 über Bedburdyck/Gierath (A-Liga Kreis Neuss/Grevenbroich) sind kein Gradmesser. Dennoch fiel auf, dass im Gegensatz zur Vorsaison jetzt mehr Wert auf das sichere Zuspiel gelegt wird. Überwiegend lange Pässe in die Spitze wird es also in der anstehenden Spielzeit nicht mehr so häufig geben und machen damit das Spiel des RSV unberechenbarer. Aber ein Manko bleibt dennoch übrig: Die Mannen von Schnitzler benötigen zu viele Chancen für einen Treffer.

11.07. Heimspiel gegen Mennrath II 8:1.
14.07. H Bedburdyck/Gierath 2:1.
21.07. Auswärts in Neersbroich
24.07. H Schelsen
27.07. H SVG Grevenbroich
28.07. A Türkiyemspor

Mehr von RP ONLINE