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Bezirksliga: Wie sich der SV Lürrip unter Lukas Klein verändert hat

Jüngster Trainer der Bezirksliga : Lukas Klein und der Wandel des SV Lürrip

Mit 27 Jahren ist der gebürtige Wermelskirchener Lukas Klein der jüngste Coach der Bezirksliga. Vor dem Duell des SV gegen Odenkirchen spricht er von seiner Idee des Fußballs.

Noch vor nicht all zu langer Zeit zählte der SV Lürrip zu den Kandidaten, denen der Klassenerhalt in der Bezirksliga nicht unbedingt zugetraut wurde. Mit der Verpflichtung der beiden Ex-RSV-Spieler Silvio Cancian und Michael Bohnen kam aber zusätzliche Qualität in den Kader, der aufgrund der zahlreichen Wechsel eh schlecht einzuschätzen war. Zudem kam mit Lukas Klein ein hier unbekannter neuer Trainer, der ein Team formen und die Mannschaft in höhere Gefilde der Bezirksliga hieven soll .

Lukas Klein, der heute seinen 27. Geburtstag feiert, ist der derzeit jüngste Trainer der Bezirksliga Gruppe 4. Klein kommt aus Wermelskirchen bei Remscheid und ist kürzlich der Liebe wegen nach Mönchengladbach gezogen. Eigentlich müsste sein Tag mehr als 24 Stunden haben, so beschäftigt ist er: Studium in Wuppertal, Lehrer in Pesch, Trainer beim SV Lürrip – für ihn anscheinend kein Problem, alles unter einen Hut zu bringen. Und mit seine Freundin möchte der 27-Jährige natürlich auch noch etwas Zeit verbringen können. Als aktiver Spieler ist Klein, der Torhüter war, deshalb nicht mehr tätig.

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Er spielte für Viktoria Köln in der U17-Mittelrheinliga, dann in der U19 des VfL Leverkusen. Im Seniorenbereich weist seine Vita nur zwei Vereine auf: Bezirksligist Wermelskirchen und SSV Born in der Kreisliga A und Bezirksliga des Kreises Remscheid. Nebenbei trainierte er die A-Junioren Wermelskirchens in der Leistungsklasse und war dann Co-Trainer beim SSV Born II in der Kreisliga A. Klein hatte soviel Gefallen am Trainerjob gefunden, dass er dabei blieb. Nun ist er in Lürrip heimisch geworden und hat von vielen unbemerkt bereits letzte Saison an der Seitenlinie gestanden.

Lukas Klein scheint im Team ein gutes Standing zu haben. Bereits jetzt ist die Handschrift des Inhabers der B-Lizenz deutlich zu erkennen. Lürrip spielt einen sehr schnellen und sehr offensiven Fußball. „Mir ist ein 5:4 lieber als ein müdes 1:0. Die Zuschauer wird es sicher auch freuen, ein Torspektakel zu erleben“, erklärt er seine Einstellung zum Fußball.

Irgendwie klingen solche Worte vertraut, denn sein Ligakollege aus Mennrath, Simon Netten, ist schon länger ein Freund solcher torreichen Spiele. Dabei ist Kleins Zielsetzung zur Zeit eine andere als oben mitzuspielen: „Wir richten unseren Blick eigentlich nach unten und wollen, wenn möglich, mit dem Abstiegskampf nichts zu tun haben“. Untertreibung sieht anders aus, denn mit der bisher gezeigten Leistung könnte der SVL am Ende im oberen Mittelfeld zu finden sein.

Die nächsten Zähler für Lürrip könnten am Sonntag im Stadtduell gegen Odenkirchen eingefahren werden (Beginn 15 Uhr). Bereits heute Abend (20 Uhr) startet der zweite Spieltag mit Dilkraths Gastauftritt in Vorst. Morgen geht es schon für den TDFV Viersen gegen TuRa Brüggen (16 Uhr) um wichtige Punkte. Um 18.30 Uhr folgt dann das Tospiel zwischen Hardt und Neuwerk. Waldniel und Mennrath haben spielfrei.