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Bezirksliga: Wie Jüchen wieder in die Landesliga aufsteigen will

Bezirksliga Mönchengladbach : Wie Jüchen die Rückkehr in die Landesliga anstrebt

Den direkten Wiederaufstieg verhinderte in den beiden Vorjahren die Corona-Pandemie. Wie es in dieser Saison mit der Rückkehr in die Landesliga klappen kann.

In der Spielzeit 2018/19 war der VfL Jüchen-Garzweiler nach vier Jahren aus der Landesliga abgestiegen. Ein bitterer Gang in die Bezirksliga, der sofort wieder behoben werden sollte. Doch den direkten Wiederaufstieg verhinderte die Corona-Pandemie: Erst durch die abgebrochene Spielzeit 2019/2020, damals lag Jüchen auf Platz vier, dann durch die Annullierung der Vorsaison. Jüchen galt dabei jedes Mal als einer der Aufstiegsfavoriten. Das war in dieser Saison nicht anders. An der Tabellenspitze hat sich nach vier Spieltagen ein Quintett gebildet, zu dem mit drei Siegen auch Jüchen gehört.

Für den Sportlichen Leiter beim VfL, Mathias Komor, sind damit bereits die Teams ganz oben zu finden, die den Aufstieg aus der Bezirksliga Gruppe 1 am Ende auch unter sich ausmachen. Mit Büderich, Dormagen und Ratingen II haben drei Teams eine makellose Bilanz. Dann folgen Jüchen und Gnadental, gegen die der VfL sein einziges Spiel mit 0:1 verlor.

Seit der Vorsaison gehört Jüchen zur Gruppe 1 der Bezirksliga, würde es nach den Verantwortlichen im Verein gehen, würde man sich aber lieber in der Gruppe 4 mit den Konkurrenten aus den Kreisen Mönchengladbach/Viersen und Kempen/Krefeld messen. Doch aufgrund der geografischen Lage spielt Jüchen als Mitglied des Kreises Grevenbroich/Neuss in der wesentlich stärker einzuschätzenden Gruppe mit den Düsseldorfer Teams. Allerdings: Wer sich gegen Düsseldorfer Teams durchsetzen kann, der dürfte auch in der Landesliga bestehen.

  • Helene Stöckmann⇥Foto: CHTC
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Personell hat sich einiges verändert zu dieser Saison. Gleich fünf Torhüter kämpfen um den einen Platz im Tor. Bekanntester Neuzugang ist auf dieser Position der 20-jährige Felix Thienel, der aus der Reserve von Borussia Mönchengladbach nach Jüchen wechselte. Noch jünger ist mit 18 Jahren der Japaner Shunsuke Takahashi, der aber noch nicht spielberechtigt ist. Im Mittelfeld tummeln sich mit den beiden 19-jährigen Kosei Fujita und Hiroto Kato zwei weitere Japaner. Ebenfalls neu in der Mannschaft ist Tom Bleck.

Trainer Marcel Winkens rotierte bislang auf den Mittelfeldpositionen: Nur Thorben Hasler, Pascal Moseler und David Oliveira haben in allen vier Spielen auf dem Feld gestanden. Vorne sorgt bislang Fatlum Ahmeti für die nötigen Tore. Er steht mit fünf Treffern aus vier Spielen auf dem geteilten zweiten Platz der Torjägerliste und auf dem dritten Rang in der Scorerwertung. Außerdem soll Neuzugang Babinath Kathigamanathan, der in Berlin bereits Landes- und Bezirksliga spielte, für Torgefahr sorgen.

Wenn es Trainer Winkens gelingt, sein Team soweit zu bringen, dass es seine Chancen besser verwertet, dann führt der Aufstieg womöglich nur über Jüchen. Aber es wird nicht reichen, nur die spielbestimmende Mannschaft zu sein, am Ende ist Fußball ein Ergebnissport. Und da passte die Niederlage gegen Gnadental eben nicht ins Konzept. Gewarnt ist Jüchen allemal, da der nächste Gegner Lohausen heißt, und die eben jenes Gnadental vergangene Woche mit 6:3 besiegten.