Bezirksliga Mönchengladbach: Victoria baut auf ein Talent

Fußball-Bezirksliga : Xenidis überzeugt in Mennrath

Der 19-Jährige hat in seiner ersten Senioren-Saison schon einen großen Stellenwert beim Bezirksligisten. Anteil daran hat neben seinem langjährigen Trainer Simon Netten auch Ex-Borussia-Physiotherapeut Andreas Blum.

Nach gerade einmal vier Saison-Einsätzen weist Konstantin Xenidis bereits zwei Berufungen in die „Elf der Woche“ des Internetportals Fupa.net auf. Das ist an sich nichts Außergewöhnliches. Doch der als Mittelfeldspieler aufgeführte Mennrather ist gerade mal 19 Jahre alt und somit in seiner ersten Spielzeit als Senior. Das zeigt, welchen Stellenwert innerhalb des Mannschaftsgefüges er jetzt schon hat.

Bereits mit drei Jahren kam der waschechte „Mennrather Jung“ zur Victoria. Sein damaliger Trainer war Simon Netten, der da seine erste Sporen als Trainer in der „Pampers-Liga“ verdiente und jetzt erneut in der Bezirksliga sein Übungsleiter ist. Auch in Wegberg-Beeck waren die beiden ein Team – Netten an der Seitenlinie, Xenidis auf dem Spielfeld. Und Netten hält sehr viel von Xenidis. „Er ist ein Teamplayer, zugleich ein beidfüßiger Stratege mit sehr viel Spielverständnis, der bis auf Torhüter schon alle Positionen gespielt hat – neudeutsch polyvalent. Für sein Alter ist er schon recht weit“, beschreibt der Coach seinen Schützling.

Konstantin Xenidis, der unter anderem auch im Juniorenbereich für den 1. FC Mönchengladbach und danach für Wegberg-Beeck auflief, hat aber auch schon die Kehrseite kennengelernt. Eine Reizung der Patellasehne wurde chronisch und behinderte ihn in seiner sportlichen Weiterentwicklung. Hilfe fand er schließlich bei Andreas Blum, einem ehemaligen Physiotherapeuten in Diensten der großen Borussia. Dazu ein kurzer Rückblick. Im vergangenen Winter wechselte Xenidis nach Mennrath und absolvierte noch als A-Junior bereits fünf Spiele für das Seniorenteam der Victoria. Mit dem Gewinn des Kreispokals verabschiedete sich das große Talent für einige Monate vom Fußball, um unter Anleitung von Blum wieder beschwerdefrei trainieren und spielen zu können. Und der Erfolg gibt ihnen Recht. Zwar ist Xenidis noch nicht bei 100 Prozent angelangt, wie er zugibt, aber die fehlenden Prozentpunkte wird er sicherlich bald aufgeholt haben.

Xenidis sieht seine Zukunft als Innenverteidiger. „Hier habe ich das ganze Spiel vor mir und kann die Wege nach vorne gehen. Als ehemaliger Stürmer weiß ich auch zu treffen“, erklärt er, der kürzlich auch eine Ausbildung zum Industriekaufmann angefangen hat. „Und die Aufnahme ins Team verlief reibungslos, da ich sehr viele Spieler schon länger kannte, auch in den Reserveteams“, erzählt er weiter. Aber über die Zukunft scheint er sich noch keine großen Gedanken gemacht zu haben. „Wahrscheinlich bleibe ich dem Fußball weiterhin verbunden“, lautet seine Antwort auf die Frage, ob er sich schon mal Gedanken gemacht habe, wie es nach seiner sportlichen Laufbahn weitergeht. Zugegeben, die steht ja auch noch recht am Anfang, und er kann weiterhin daran arbeiten, sich sportlich zu einem Vorbild zu entwickeln.

Die nächste Gelegenheit, sich zu zeigen, bietet sich für Mennrath am Samstag beim 1. FC Viersen. Der Rheydter SV erwartet zum zweiten Städtevergleich den TDFV. Lürrip muss nach Brüggen fahren und Giesenkirchen erwartet den SV Budberg. Kleinenbroich will gegen den VfB Uerdingen erneut punkten.