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Bezirksliga: Ex-Borusse übernimmt Traineramt beim SC Hardt

Neuer Trainer beim Bezirksligisten : Ex-Borusse übernimmt in Hardt

Nach dem Rücktritt von Raimund Schleszies ist mit Marc Trostel bereits ein Nachfolger gefunden. Eine Entscheidung, die jedoch auch ein gewisses Risiko beinhaltet.

Überraschend schnell hat der SC Hardt einen Nachfolger für den zurückgetretenen Trainer Raimund Schleszies gefunden. Marc Trostel ist mit sofortiger Wirkung für die zukünftige sportliche Entwicklung beim abstiegsbedrohten Bezirksligisten verantwortlich. Trostel, 44-jähriger Inhaber der A-Lizenz, war bis 2018 für die C-Junioren, dann für die zweite Mannschaft der B-Junioren von Borussia Mönchengladbach tätig.

Die Anstellung beim SC Hardt ist seine erste Trainerstation im Seniorenbereich. Es ist eine Entscheidung mit Mut zum Risiko, das weiß auch der Hardter-Vorsitzende Ingo Hommen. „Uns ist bewusst, dass es ein gewisses Risiko ist, einen Trainer ohne Erfahrung im Seniorenbereich und ohne große Kenntnisse der Bezirksliga zu verpflichten. Aber Marc Trostel ist erfahren genug, mit dieser auch für ihn neuen Situation umzugehen. Ihm haftet kein Stallgeruch an und er kann und wird sicherlich neue Wege beschreiten“, sagt Hommen zu den Beweggründen der Verpflichtung. Der neue Übungsleiter sagt dazu: „Ich kenne die Mannschaft noch nicht so gut. Wir haben ja auch erst eine Trainingseinheit bestritten. Jetzt heißt es, das Team wieder mental aufzubauen. Hilfreich war da sicherlich auch der Erfolg in Viersen. Da sollten wir drauf aufbauen.“ Beim TDFV Viersen hatte Hardt zuletzt 5:0 gewonnen.

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Ihm kommt das spielfreie Wochenende für Hardt entgegen, so kann er mit der Mannschaft bis zum nächsten Spiel ohne zusätzlichen Druck des „Gewinnenmüssens“ zueinander finden. Gleich 17 Spieler waren beim ersten Training unter Trostel zugegen. Die Situation bei den Verletzten scheint sich allmählich zu entspannen. Denn mehr Alternativen kommen Trostel sicher entgegen, um seine Philosophie einer Spielgestaltung umzusetzen.

Es ist sicher noch ein längerer und beschwerlicher Weg, Hardt aus der Abstiegszone in ruhige Gewässer zu führen. Zuerst muss er die Strukturen im Verein kennenlernen. Dass heißt, sich auch Spieler aus den Reservemannschaften und bei den A-Junioren anzusehen und gegebenenfalls in die erste Mannschaft hochzuziehen. Auswahl hat er genug, denn nach Süchteln (23 Mannschaften) hat Hardt im Kreis Mönchengladbach/Viersen mit 22 Teams die zweithöchste Anzahl. Ein Fakt, auf den Hommen stolz ist: „Wir haben zudem in den letzten drei, vier Monaten gut 150 neue Mitglieder gewinnen können“. 

Außerdem habe man sich fahrbare Flutlichter zugelegt, damit auch in der Dunkelheit trainiert werden kann. Es sieht ganz danach aus, als hätte Hardt die Talsohle durchschritten. Nun müssen nur noch die Ergebnisse kommen.