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Fußball: Berberoglu "müllert" in der Jahnhalle

Fußball : Berberoglu "müllert" in der Jahnhalle

Odenkirchen gewinnt am Sonntag als erste Mannschaft alle Gruppenspiele.

Immer dann, wenn Ferdi Berberoglu für Odenkirchen 05/07 in der Jahnhalle aufläuft, bekommt man den Eindruck, das Lied "Dann macht es bumm" sei nicht für Gerd Müller, sondern für den Odenkirchener Angreifer geschrieben worden. Wie im Vorjahr "müllerte" er: 13 Tore schoss Berberoglu und war maßgeblich dafür verantwortlich, dass der Gruppensieg eindeutig an den Landesligisten ging.

Das zu diesem Zeitpunkt voraussichtlich vorentscheidende Spiel gegen Hockstein war in Gruppe 4 aber nicht das letzte, sondern bereits das viertletzte Spiel. Mit einem knappen 1:0 behielt Odenkirchen in Duell der bis dahin verlustpunktfreien Teams die Oberhand, wenn auch insgesamt noch nicht mit dem großen Glanz des Vorjahres. Eine Chance auf das Weiterkommen hatte zu diesem Zeitpunkt neben Hockstein nur noch Geistenbeck. Hier traf Pascal Schmitz wie er wollte (am Ende mit neun Treffern bisher zweitbester Schütze). So gab es im Abschlussspiel gegen Odenkirchen noch eine theoretische Chance auf Platz zwei. Denn die Hocksteiner patzten danach beim 4:4 gegen Rheydt 08, das sich damit den vierten Punkt und Platz vier sicherte.

Am Ende gaben die Odenkirchener als erstes Team gar keinen Zähler ab, weil sie auch gegen Geistenbeck 3:1 siegten. Der letztlich Zweite Hockstein durfte sich jedoch bei 05/07-Keeper Kevin Afari bedanken, der wiederholt toll hielt und das mögliche 2:2 verhinderte. Das hätte Geistenbeck zu Platz zwei gereicht.

"Ich bin eigentlich schon sehr zufrieden", sagte Odenkirchens Trainer Kemal Kuc, den Berberoglus erneute Treffsicherheit vor dem Hintergrund des Samstags überraschte. "Da lag er noch mit Fieber im Bett." Dennoch ist in der Endrunde noch eine Steigerung zu erwarten, weil dann Yannick Peltzer und Marvin Spinnrath noch zum Team stoßen - und Kuc am Sonntag zwei komplette Blöcke hat.

Eine Premiere war die Teilnahme für Furious Futsal. Das Team, das sonst die körperlose Variante des Hallenfußballs pflegt, kam personell arg dünn besetzt mit nur sechs Spielern. Dafür schlugen sich die Futsaler achtbar und gewannen am Ende sogar ihr Spiel gegen Güdderath und sicherten so wegen der besseren Tordifferenz Platz fünf vor dem C-Ligisten. "Nachdem wir jahrelang für die Teilnahme gekämpft haben, wollten wir jetzt nicht absagen. Die Lage ist für uns sehr schwer, aber ich hoffe, dass wir etwas Werbung für uns gemacht haben", sagte Spielertrainer Bünyamin Türkhan. Das hat Furious getan.

(RP)