Lokalsport: Beim 1. FC wächst wieder was zusammen

Lokalsport: Beim 1. FC wächst wieder was zusammen

Der Landesligist verlängert mit einigen Spielern und tritt in Amern an, Jüchen nach einem Pokalerfolg in Velbert.

Mit ein wenig gemischten Gefühlen wird Benedict Weeks am Sonntag mit dem 1. FC nach Amern fahren. Bei den VSF verbrachte er sein letztes Jahr als aktiver Spieler und hat an den liebenswerten Dorfklub nur die besten Erinnerungen: "Das war vor drei Jahren. Da haben wir über die Relegation noch die Landesligazugehörigkeit gerettet. Ich habe damals von Trainer Rainer Bruse sehr viel gelernt", sagt Weeks.

Doch mit sentimentalen Erinnerungen ist am Sonntag Schluss. Weeks will nach der sehr guten Vorstellung seiner Mannschaft beim 5:1 gegen Meerbuschs Reserve weitere drei Punkte holen. "Damit hätten wir beinahe das Soll erfüllt, um die Landesliga für ein weiteres Jahr zu erhalten. Die dann noch nötigen drei Punkte werden wir auch noch holen, um frühzeitig Sicherheit und Ruhe zu haben", sagt der Trainer. Ruhig ist es augenblicklich beim FC nicht, weil die Reserve in der Bezirksliga auf einem Abstiegsplatz steht und dringend personelle Hilfe durch den gesamten Seniorenkader benötigt.

Allerdings werden die drei erhofften Punkte in Amern nicht im Vorbeigehen zu bekommen sein, denn die Gastgeber brauchen dringend einen Sieg, um sich ein klein wenig vom augenblicklichen Abstiegsplatz zu lösen. "Amern ist nicht gut aus der Winterpause gekommen, hatte aber keine leichten Aufgaben zu lösen. Amern kann kämpfen und wird es uns nicht leicht machen. Wir müssen ganz sicher an unsere Belastungsgrenze gehen", weiß Weeks.

Personell sieht es beim FC wieder ein wenig besser aus, nachdem Malte Renner und Nico Krätschmer wieder ins Training eingestiegen sind. Allerdings wird Philipp Bäger noch einige Zeit fehlen. Dafür haben inzwischen die jungen Wilden aus der A-Jugend bewiesen, dass sie durchaus in der Landesliga mithalten können. Natürlich hat sich inzwischen herumgesprochen, dass der FC über sehr leistungs- und spielstarke Junioren verfügt. Doch darauf hat der FC inzwischen frühzeitig reagiert. Mit Marcel Schulz und Durukan Celik sind bereits Vereinbarungen getroffen worden.

Vom Kader hat auch David Godlevski für ein weiteres Jahr zugesagt. Und schließlich gelang dem FC noch ein besonderer Coup, denn auch Defensivspieler Marcel Lüft, der von einigen anderen Vereinen umworben war, verlängerte für ein Jahr. "Das sind erfreuliche Entwicklungen, die uns für das kommende Jahr frühzeitig Planungssicherheit geben. Mit den anderen Spielern aus dem Kader und weiteren Juniorenspielern werden wir uns hoffentlich in den kommenden Wochen einigen können", sagt Weeks.

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Für Liga-Konkurrent Jüchen hätte es am Vor-Sonntag der Befreiungsschlag für diese Saison werden sollen. Aber völlig überraschend verlor der VfL gegen Benrath 2:4. Fassen kann das Trainer Michele Fasanelli noch immer nicht, auch nicht den Platzverweis von Konstantine Jamarishvili, der zuvor noch mit zwei Toren geglänzt hatte. "Meine Mannschaft hat alle Warnungen, die ich ihr in der Pause mit auf den Weg in die zweite Halbzeit gegeben habe, ignoriert. Konstantine ist ständig gefoult worden. Es ist dann schwierig, die Nerven zu behalten. Er wird uns in den nächsten Spielen sehr fehlen", sagt Fasanelli.

Bei Novesia Neuss setzte Jamarishvil diese Woche im Kreispokal-Halbfinale schon einmal aus. Am Sonntag in Velbert hätte Fasanelli ihn gerne dabei gehabt. Immerhin konnte sich Jüchen in Neuss ein Erfolgserlebnis verschaffen. Durch den 3:1-Sieg stellte der VfL sicher, dass er in der kommenden Saison im Niederrheinpokal dabei sein wird. Nach dem 1:0 durch Thorben Schmitt musste Jüchen den Ausgleich hinnehmen, es dauerte bis zur 89. Minute, bis Yannick Peltzer per Foulelfmeter die erneute Führung erzielte, die Fatlum Ahmeti noch ausbaute (90.).

Nun geht es in der Liga weiter. "Wir haben dieses Jahr einen größeren Kader und können deshalb personell gut reagieren. Ich denke, dass sich die Mannschaft in Velbert insgesamt völlig anders präsentieren muss, als nach der Pause gegen Benrath", sagt Fasanelli. Jüchens Trainer wird heute die Chance nutzen, Velbert beim Nachholspiel in Nievenheim zu beobachten.

"Nach der Niederlage gegen Benrath ist der Druck auf uns wieder gestiegen. In Velbert sind wir auf keinen Fall Favorit. Da kommt viel Arbeit auf uns zu. Aber das ist vielleicht die beste Voraussetzung dafür, dass sich die Mannschaft wieder zweikampfstark und laufbereit präsentiert", sagt Fasanelli.

In Velbert wird wahrscheinlich wieder Torwart Tim Paulußen zwischen den Pfosten stehen, der nach überstandener Grippe wieder fit ist. Er wird in der kommenden Saison aus beruflichen Gründen nur noch in der Reserve spielen. "Wir sind deshalb auf der Suche nach einem Torwart und wollen dazu auch jemanden verpflichten, der das Torwarttraining übernehmen kann", sagt Fasanelli.

(RP)
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