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Bei Fußball-Landesligist 1. FC Mönchengladbach wurde eingebrochen

Einbruch ins Vereinsheim : Fußballtor dient Einbrechern beim 1. FC als Kletterhilfe

Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr ist beim 1. FC eingebrochen worden. Die zurückgetretene Vorsitzende Zeljka Neuss appelliert an alle Mitglieder, die Fußballtore anzuketten. Warum, sieht man an diesem Fall: Die Täter drehten ein Tor so, dass sie darauf zu den Fenstern klettern und sie aufhebeln konnten.

Beim 1. FC Mönchengladbach kehrt keine Ruhe ein. Nachdem zum zweiten Mal Rechtsmittel gegen eine Vorstandswahl eingelegt worden waren, woraufhin die Vorsitzende Zeljka Neuss das Handtuch geworfen hatte, gab es nun den zweiten Einbruch in diesem Jahr ins Vereinsheim. Nachdem beim ersten Mal Türen aufgebrochen, ein Laptop entwendet und Sachbeschädigungen verübt worden waren, gingen die Täter diesmal anders vor: Sie drehten ein Fußballtor so um, dass sie bis an die Fenster in der ersten Etage reichen konnten, die sie dann aufhebelten. So gelangten sie ins Innere des FC-Hauses und „knackten“ dort einen Spielautomaten. Wie hoch die daraus erbeutete Summe ist, muss noch geklärt werden.

Der FC hatte die Kriminalpolizei verständigt, diese geht davon aus, dass es sich um eine kriminelle Bande handelt und dass die Täter vermutlich Jugendliche waren – das Fußballtor wäre nicht stabil genug gewesen, um einen normal gewachsenen Erwachsenen zu tragen. Die Ermittlungen der Kripo dauern an.

Zeljka Neuss wiederum ist erst einmal wieder im Boot beim FC. Zwar steht sie zu ihrem Rücktritt, wird sich aber bis zu den Neuwahlen, die noch nicht terminiert sind, um das Tagesgeschäft kümmern. Das hatte sie eigentlich an den zuvor gewählten Vorsitzenden Uwe Röhrhoff zurückgeben wollen, der das aber durch seinen beruflichen Aufenthalt in den USA nicht einfach so wieder übernehmen kann. Röhrhoff befindet sich zwar derzeit in Mönchengladbach, war aber am Mittwoch für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Zeljka Neuss hatte unmittelbar nach Entdeckung des Einbruchs an die Mitglieder appelliert, nicht zu vergessen, dass die Fußballtore bei Verlassen des Geländes angekettet und alle Nicht-Mitglieder vom Gelände begleitet werden müssten. Warum zumindest der erste Teil dieses Appells in Zukunft wieder dringender befolgt werden sollte, zeigt der erfolgte Einbruch.