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Bei den 14. Dressurtagen der RSG Niershof wurde es heiß

Reiten : Für die Optik bis oben zugeknöpft 

Bei den 14. Dressurtagen der RSG Niershof stimmten Wetter und Leistungen.

Für drei Tage der prallen Sonne ausgesetzt waren die Teilnehmer bei den 14. Dressurtagen der RSG Niershof in der Pferdesportanlage Stähn. Während Springreiterkollegen sich es nicht zweimal sagen lassen ihr Jackett auszuziehen, bleiben die Dressurreiter – alleine schon der Optik wegen – bis oben zugeknöpft bei ihren Lektionen.

Den Prix St. Georges in Memoriam Heinz Stähn gewann unangefochten Charline Wetzler (RV Scherpenseel) auf Sirius Black mit 71,404 Prozentpunkten. Den sechsten Platz belegte hier der ehemalige Gladbacher Kreismeister Christian Reisch (Neuss-Grefrather RC) auf Lakito mit 66,974. Heimische Reiter konnten sich hier nicht vorn platzieren. In der abendlichen „Prix St. Georges Kür“, die wegen der künstlerischen Ausstrahlung immer ein besonderer Anziehungspunkt ist, setzte sich Charline Wetzler mit 44,650 Wertungspunkten durch, obwohl hier der Abstand zur übrigen Konkurrenz geringer ausfiel. Christian Reisch schaffte Platz vier (42,260).

Über die Sichtung zum Bundeschampionat führte der Weg über das Turnier der RSG Niershof, als sich in der Prüfung für die fünfjährigen Dressurpferde vier Reiterinnen für Warendorf qualifizierten. Dazu gehörte auch die Vielseitigkeits-Olympiasiegerin Ingrid Klimke (RV St. Georg Münster) auf Equitana’s Firlefranz als Drittplatzierte und Wertnote 8,10. In der Sichtungsprüfung für die Sechsjährigen lösten drei Reiterinnen die Fahrtkarte zur Deutschen Meisterschaft der jungen Pferde. Nicht platziert war Thomas Rive (RSG Niershof) auf La petite Fleur mit Platz sechs und 7,1. Zwei Tage vorher hatte er in der Dressurpferdeprüfung Klasse L hinter der amtierenden Gladbacher Dressurmeisterin Susanne Brinkmann-Gerlach (ZRFV Wickrath) mit Qattani als Siegerin mit 7,7 und dem Zweitplatzierten Nikolaus Simon (RV Haus Kierst) auf La petite Fleur mit 7,6 den dritten Platz belegt (7,5).

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Erstmalig fand am Niershof auch eine Prüfung in der sogenannten Para-Dressur statt, eine Prüfung für Reiter mit Handicap. Je nach Schwere der Einschränkung werden die Reiter in „Grades“ eingeteilt. Die Veranstalter freuten sich, gleich vier Teilnehmer begrüßen zu dürfen, die erst eine Woche vorher bei den Deutschen Meisterschaften in der Para-Dressur angetreten waren. Auf dem Niershof gewann Lara Wübbeling aus Dülmen mit ihrer Stute Florentina. Mara Meyer, die sich in der vergangenen Woche mit ihrem Pony Nadira, genannt Cookie, den Titel des deutschen Nachwuchschampions sichern konnte, platzierte sich in dieser Prüfung auf dem vierten Rang hinter Marietta Cloppenburg mit Laureus auf Platz drei und Naomi von Kannen, die auf dem Niershof beheimatet, mit Dancing Quinabella auf Platz zwei.