Neue Ziele bei den Odenkirchen Raiders „Wir wollen aufsteigen“

Basketball-Landesliga · Sieben Siege aus sieben Spiele: Dieser Erfolgslauf hat die Ziele der Odenkirchen Raiders in der Landesliga neu definiert. Die gute Entwicklung ist auf mehrere Gründe zurückzuführen.

 Oussam Stanbouli am Ball für die Raiders.

Oussam Stanbouli am Ball für die Raiders.

Foto: Heiko van der Velden

Der Siegeslauf der Odenkrichen Raiders verlängert sich Spiel um Spiel. Am vergangenen Wochenende nahm das Team von Trainer Pasquale Rendina die nächste Hürde und feierte einen 78:71-Erfolg bei TUSA Düsseldorf – der siebte Sieg im siebten Saisonspiel. Die fast noch wichtigere Erkenntnis aus dem Sieg gegen Düsseldorf: Odenkirchen kann es auch ohne zwei seiner wichtigsten Leistungsträger. Denn sowohl Fabian Kamphausen als auch Kai Bonzelett fehlten den Raiders dieses Mal. Zusätzlich musste das Team auf die Flügelspieler Nils Kleiner und Julian Pichler sowie Max Guhlke verzichten.

„Gerade wegen der Ausfälle unserer Leistungsträger war uns TUSA größenmäßig stark überlegen“, sagt Rendina und fügt an: „Wir haben es jedoch verstanden, unser Spiel zu spielen, und haben unsere Stärken mit der aggressiven Verteidigung ausnutzen können, woraus viele geklaute Bälle resultierten und wir so zu vielen einfachen Korblegern kamen.“

Ein bemerkenswertes Comeback gab zudem Dreierspezialist Moritz List, der wegen eines Kreuzbandrisses bis dato alle Saisonspiele ausgesetzt hatte. Im zweiten Viertel kam List erstmals aufs Feld und verwandelte innerhalb von zwei Minuten vier Dreier – wodurch sich Odenkirchen absetzen konnte.

Ein wichtiger Faktor für den Sieg war für Rendina vor allem Tyrone Keita, der mit 22 Punkten seine bisherige Saisonbestleistung erreichte und defensiv viele Rebounds sicherte. Bester Werfer aufseiten der Raiders war hingegen einmal mehr Charbel Stanbouli mit 25 Punkten – sein Saisonschnitt liegt bei beachtlichen 16,2 Punkten pro Spiel.

Was Odenkirchen in dieser Saison so stark macht? Rendina führt es vor allem auf das intakte Teamgefüge zurück. „Wir verstehen uns alle super, die Chemie stimmt und jeder ist quasi mit jedem befreundet – wir kennen uns alle von den Trainingsplätzen.“ Dazu spiele die Mannschaft ihre Stärken aus, betont Rendina: „Wir sind nicht die größte Mannschaft, dafür aber sehr flink mit dem Ball und gut in der Verteidigung. Dazu haben wir sehr viel Talent in der Mannschaft, viele Spieler haben das Potenzial für die Oberliga, teilweise sogar für die 2. Regionalliga.“

Was dem Verein ebenfalls zugutekommt: Er ist auf dem Niveau konkurrenzlos in der Stadt. „Die besten Spieler aus Mönchengladbach spielen gebündelt bei uns“, sagt Rendina, der in seiner Traineraufgabe regelmäßig von Aleksandar Aleksic unterstützt wird, früherer Trainer der NVV Lions in der 2. Bundesliga. Der Erfolg tut da sein Übriges: Seit Wochen wächst die Mannschaft, zuletzt kam mit Tim Frontzeck ein neuer Center dazu. Inzwischen besteht die Mannschaft aus 20 Spielern, sagt Rendina – bei maximal zwölf Kaderplätzen.

Mit dieser Qualität macht Rendina um das Thema Aufstieg in die Oberliga keinen Bogen mehr. „Wir haben das vor ein paar Wochen intern besprochen und für uns definiert: Wir wollen aufsteigen.“ Der nächste Gegner auf diesem Weg ist am Sonntag zu Hause Verfolger TSV Norf an, der mit sechs Siegen aktuell auf Rang drei der Landesliga rangiert. „Der Respekt ist groß“, sagt Rendina, „sie haben gute Spieler, das wird kein Selbstläufer.“ Dennoch soll dann Sieg Nummer acht im achten Spiel folgen.

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