Lokalsport: Barcelona ist der neue Rekordsieger

Lokalsport: Barcelona ist der neue Rekordsieger

Die Katalanen holen beim Santander-Cup ihren vierten Titel. Borussia wird Sechster, Wegberg-Beeck Zwölfter.

Als Kapitän Simon Walde zum 2:1 einköpfte, lag ein positives Ende für Borussias U 13 bei der achten Auflage des Santander-Cups in der Luft. Doch der Schiedsrichter nahm den Treffer zurück, da der FC Kopenhagen bei der Ausführung des vorangegangenen - und im Übrigen vom Unparteiischen freigegebenen - Freistoßes seine Einwechslung noch nicht vollzogen hatte. Walde ärgerte sich lautstark, zumal es bei der zweiten Ausführung des Freistoßes zwar erneut gefährlich für das Tor der Dänen wurde, der Keeper den Ball aber im Gewühl parierte. So blieb es beim 1:1 im Spiel um Platz fünf, in dem Michael Nduka nach einer knappen Viertelstunde das frühe 0:1 egalisiert hatte, das Elfmeterschießen musste entscheiden: Walde traf auch als erster Schütze Borussias, doch während die Dänen sich komplett schadlos hielten, leisteten sich die Gladbacher einen Fehlschuss und mussten sich nach dem 4:6 mit dem sechsten Platz begnügen.

Damit war Trainer Felix Galli aber voll zufrieden: "Am Ende war es halt die Glückslotterie Elfmeterschießen. Aber ich bin sehr zufrieden mit den Leistungen an beiden Tagen, die Jungs haben sich voll reingehauen und auf einem hohen Niveau gespielt. Wir haben im ganzen Turnier nur ein Spiel nach der regulären Spielzeit von 30 Minuten verloren." Das war das 0:4 gegen den FC Barcelona, der auch das Finale gegen Juventus Turin (1:0) gewann und somit nicht nur nach 2014, 2015 und 2017 seinen vierten Titel holte, sondern auch im gesamten Turnier ohne Gegentreffer (20:0 Tore) blieb.

In der Vorrunde hatten die Katalanen 2:0 gegen Juve gewonnen, das Finale war dank spanischer und italienischer Fan-Gesänge stimmungsvoll. "Das ist schon stark, was Barcelona spielt", sagte Galli. "Nicht nur individuell, auch mannschaftstaktisch, sind sie auf allerhöchstem Niveau unterwegs." Sich mit den Coaches der Katalanen näher auszutauschen, gelang Galli aufgrund der Sprachbarriere nicht, aber: "Mit den Turinern habe ich ein bisschen gesprochen, weil ich italienisch kann", sagte Borussias Trainer.

Wie für sein Team, so endete auch für den FC Wegberg-Beeck der diesjährige Santander-Cup mit einem Treffer des Gegners vom Elfmeterpunkt: Im Spiel um Platz elf verwandelte der FC Liverpool einen Strafstoß zum 5:0-Endstand. Die Wegberger, die es als Qualifikant erstmals zu dem Turnier geschafft hatten, konnten trotz der Anfeuerung ihrer Fans nicht ein einziges Mal über ein Turniertor jubeln. Trainer Chris Hertelt betonte aber: "Es war trotzdem eine super Erfahrung für die Jungs und auch für uns Trainer. Das Turnier ist international mit super Teams besetzt. Man hat selten bis nie die Chance, als Jungs aus der Bezirksliga gegen Juventus Turin oder Barcelona zu spielen. Daran werden sich meine Jungs noch lange erinnern."

(ame)