Lokalsport: Australiens Nationalmannschaft beeindruckt den GHTC

Lokalsport : Australiens Nationalmannschaft beeindruckt den GHTC

In der Vorbereitung auf die Hallen-Weltmeisterschaft, die ab dem 7. Februar in Berlin ausgetragen wird, war die australische Hockey-Nationalmannschaft gestern beim Zweitligisten Gladbacher HTC zu Gast.

Was auf den ersten Blick nach einem ungleichen Duell anmutet, war in der Realität gar nicht so weit voneinander entfernt. Das hat einen einfachen Grund: Der Olympiasieger von 2004 (Athen) legt, wie fast alle großen Nationen auch, den Fokus völlig auf das Feldhockey. In der Halle spielen die Australier lediglich alle zwei Jahre zur Weltmeisterschaft. Entsprechend groß sind die Defizite unter dem Hallendach.

Dass es aber dennoch die Top-Leute ihres Landes sind, war gestern beim 9:3 (3:1)-Sieg über den GHTC sichtbar. Gladbachs Trainer Marcus Reifenberg war jedenfalls nach Spielschluss voller Respekt: "Dafür, dass die Jungs nie in der Halle spielen, war das schon extrem gut. Die Athletik ist bei den Australiern ja sowieso immer schon beeindruckend", sagte Reifenberg. Recht spontan hatte der australische Hockey-Verband beim GHTC angefragt. Aus gutem Grund, wie man gestern in der Halle erfuhr. Die Hockey-WM 2006 im Sportpark, als Australien im Finale nur haarscharf gegen das Deutsche Team (3:4) unterlag, ist noch bestens in Erinnerung. Auch nach der Partie war die Stimmung gut. Die Australier freuten sich sichtbar über einen guten Test, und der GHTC verabschiedete sich mit einem echten Highlight aus der Hallensaison.

Einen Tag zuvor hatten die Gladbacher ihren letzten Saison-Auftritt in der Zweiten Bundesliga hingelegt. Beim Oberhausener THC reichte es zu einem 5:5 (2:2) und einem versöhnlichen Ausklang. Einmal mehr zeigte sich Paul Tenckhoff treffsicher. Der 33-Jährige erzielte vier Tore und sicherte sich mit satten 28 Toren aus zehn Spielen die Torschützenkrone im Westen. Den fünften Treffer erzielte Tillmann Pohl. Reifenberg zeigte sich einverstanden mit der Leistung: "Das war ein ordentlicher Abschluss, auch wenn wir vorne viele Chancen liegengelassen haben", sagte er.

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Eine weitere Enttäuschung erlebten die Damen des GHTC. Im Heimspiel gegen den zuvor punktlosen Tabellenletzten DSD Düsseldorf kassierten sie in der Regionalliga eine 4:7 (1:3)-Pleite und müssen um den Klassenerhalt bangen. Vor den letzten beiden Saisonspielen liegen die Gladbacherinnen nur noch drei Punkte und acht Tore vor dem DSD. GHTC-Trainer Achim Krauß war alles andere als zufrieden: "Jetzt wird es für uns leider ganz ungemütlich. Die erste Halbzeit war recht ausgeglichen, wobei wir aber kein Glück hatten. Nach der Pause haben wir voll gepresst, hatten eine Vielzahl von Chancen, aus denen wir aber viel zu wenig machen", sagte er. Für die Tore sorgten, jeweils doppelt, Laura Kandt und Silke Ungricht.

(knü)