Antwort auf dem Platz

Borussia spielte gegen eine hochkarätig verstärkte Dritte Mannschaft des FCR Duisburg 1:1 und bezwang zudem Eintracht Solingen 14:1 im Pokalhalbfinale. Der FSC verlor sein Viertelfinale beim HSC Berg 2:4 im Elfmeterschießen.

Frauen-fussball Es war ein Verbandsligaspiel ohne Verbandsligisten. Denn der souveräne Tabellenführer Borussia Mönchengladbach traf am Haus Lütz nicht auf die reguläre Dritte Mannschaft des FCR Duisburg, sondern auf eine Mischung aus älteren National- und Bundesligaspielerinnen.

"Ich bin überzeugt, dass diese beiden Teams oben in der Regionalliga mitspielen könnten", sagte Borussias Trainer Oliver Lörsch, den das Duisburger Staraufgebot jedoch nicht erfreut hatte. "Ich bin wütend und frage mich, was das soll. Dafür hat meine Mannschaft die richtige Antwort auf dem Platz gegeben", sagte Lörsch nach dem 1:1 (1:1).

Martina Voss trifft für Duisburg

Das Treffen mit der hochkarätigen Truppe um die 125-malige Nationalspielerin Martina Voss war für die junge Gladbacher Mannschaft aber eher Reiz als Hemmnis. So entwickelte sich gleich ein gutklassiges Spiel, bei dem beide Mannschaften zunächst hochkarätige Chancen ausließen. Die Gladbacher Führung durch Borussias Top-Torschützin Bianca Jäschke egalisierte Martina Voss dann fast im Gegenzug.

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"Gegen Ende der Partie hatten wir leichte Vorteile, doch insgesamt geht das Unentschieden in Ordnung", sagte Lörsch, dessen Team nun neun Punkte vor dem Tabellenzweiten liegt, am Osterwochenende aber noch einen weiteren Erfolg verzeichnete.

Denn durch den 14:1 (6:0)-Sieg gegen den Ligakonkurrenten Eintracht Solingen im Pokalhalbfinale hat Borussia auch das Endspiel im Niederrheinpokal erreicht. "Die Mannschaft ist konzentriert und mit dem Wissen ins Spiel gegangen, das dies kein Selbstläufer ist", freute sich Lörsch. Ein Lokalderby im Endspiel kommt jedoch nicht zustande. Denn Regionalligist FSC verlor das Viertelfinale beim HSC Berg 2:4 im Elfmeterschießen. "Die Motivation hat gesiegt. Und die war beim klassentieferen Gegner größer", sagte Wolfgang Wassenberg.

Der FSC-Trainer erkannte schon früh, dass bei seiner Mannschaft gegen den Verbandsligisten nicht viel gehen würde: "Wir haben die Zweikämpfe nicht angenommen und gespielt, als ob das Weiterkommen schon klar wäre." Den frühen Rückstand glich Christine Schneijderberg in der 45. Minute noch aus. Doch danach vergab der FSC hochkarätige Chancen, so dass sich die kampfstarken Gastgeberinnen ins Elfmeterschießen retteten.

"Als Sabine Müller dann den ersten Elfmeter parierte, dachte ich schon, dass der Kelch nochmal an uns vorüber ginge", so Wassenberg.

Doch dann traf Schneijderberg nur den Pfosten, und Katja Classen-Houben schoss über das Tor: Der FSC war draußen. "Ich hoffe, dass dies vor dem Endspurt im Abstiegskampf ein warnender Schuss vor den Bug war. Viele Spielerinnen haben heute gemerkt, dass sie mehr tun müssen", sagte Wassenberg.

(RP)