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American Football: Zwei Trainer des Wolfpack haben Job in EFL-Profiteam

American Football : Auf in die Europa-Liga

Die Footballer des MG Wolfpack verlieren zwei Trainer an die neu gegründete europäische Profiliga EFL. Der Verein hat bereits Gespräche geführt mit möglichen Nachfolgern.

Noch wartet die neugegründete europäische Profiliga EFL (European Football League) auf den ersten Kick-Off, da wirft sie bereits ihre Schatten auf die gesamte deutsche Football-Ligen. Nur die besten Spieler und Trainer werden demnächst die Möglichkeit haben, für eines der deutschen Teams tätig zu werden. Deshalb wird derzeit kräftig in den Vereinen gewildert, um beim (eventuellen) Start bestens gerüstet zu sein. Nun haben zwei Trainer des Wolfpack um ihre Freigabe gebeten, dem der Verein auch nachkam.

Drei Jahre standen Reginald „Reggie“ Seabreeze und Mathias „Lippy“ Lippert bei Spielen des Rudels an der Seitenlinie. Nun wechseln beide zu den Cologne Centurions, einer von vermutlich vier Vereinen, die die deutschen Farben im Profi-Football vertreten werden. Seabreeze wird die Defensivreihe der Centurions coachen, Lippert wird im administrativen Bereich der Kölner eingesetzt. Während für Seabreeze damit das Engagement bei den Gladbachern endet, wird Lippert – sofern es die Zeit zulässt – auch weiterhin eingeschränkt für das Rudel tätig sein.

Den Weggang der beiden Coaches sieht man bei den Verantwortlichen des Packs mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Weinend, da Trainer nicht mehr zur Verfügung stehen, die Spieler und Vereinsstruktur bestens kennen. Lachend, weil es die Qualität des gesamten Trainerstabs widerspiegelt und somit auch von höchster Ebene gewürdigt wird. Aber die Verantwortlichen des Wolfrudels wären fehl am Platz, hätten sie auch kurzfristig nicht auch einen Plan B in der Schublade. Ein Nachfolger für Seabreeze soll nach Aussage von Cheftrainer Phil Scales schon gefunden sein. „Es wird jemand sein, den ich schon sehr lange kenne. Die Gespräche sind weit fortgeschritten. Den Namen kann ich derzeit noch nicht bekanntgeben, wird dann aber zeitnah erfolgen“, erklärt der Headcoach auf Nachfrage der Redaktion.

Ob es für Scales und das Rudel in diesem Jahr weitergeht, hängt natürlich von der Entwicklung in der Covid-Pandemie ab. Zumindest kann das Wolfpack auf den angestammten Kader vertrauen, wie Scales weiter berichtet. „Die Jungs trainieren weiterhin individuell, gemeinsames Training – auch die Taktik – findet nur online statt. Wir wären nach einer gewissen Vorbereitungszeit von acht bis zehn Wochen bereit“, so der Headcoach weiter.

Alles eine Frage der Zeit: Zumindest soll der Verband bereits für einen Saisonstart gewappnet sein und hat dementsprechend einige Module für verschiedene Szenarien entwickelt. Ein großes Fragezeichen dürfte es aber  auch beim Kader geben, denn durch den Aufbau von vorgesehenen vier deutschen Teams für die EFL und deren Kaderbildung wird sich das bis in die untersten Ligen fortsetzen. Auch hier gilt dann wie in der Wirtschaft: Die Großen fressen die Kleinen. Und das Wolfsrudel bildet da keine Ausnahme.