Oberliga-Saison im American Football startet Das Wolfpack startet in eine ungewisse Zukunft

American Football · Die American Football-Oberligisten aus Mönchengladbach starten in die neue Saison mit vielen personellen Veränderungen. Einige Nachwuchsspieler müssen erst noch in den Kader integriert werden. Im ersten Spiel geht es nach Ostwestfalen.

MG Wolfpack unterliegt in der Vorsaison dem jetzigen Drittligisten Krefeld Ravens.

MG Wolfpack unterliegt in der Vorsaison dem jetzigen Drittligisten Krefeld Ravens.

Foto: Werner Thorenz

Am Wochenende startet die Oberliga NRW im American Football in ihre neue Saison, auch das Mönchengladbacher Wolfpack, das nun dem zweiten Jahr in der vierten Liga etwas ungewiss entgegensieht, ist mit von der Partie.

Als Neuling hatte sich das „Rudel“ in der letzten Spielzeit nur Krefeld und Minden geschlagen geben müssen und als Tabellendritter die Konkurrenz ein wenig überrascht. Doch nach vielen personellen Änderungen innerhalb des Teams weiß der Trainerstab um Headcoach (HC) Phil Scales derzeit nicht so richtig, wie das neue Gesicht der Mannschaft sich im Saisonverlauf zeigen wird.

Dass die neue Spielzeit erneut logistische Probleme mit sich bringt, ist verständlich bei insgesamt 856 zurückzulegenden Kilometern zu den Auswärtsspielen. Im Einzelnen sieht der Auswärts-Fahrplan wie folgt aus: Am kommenden Sonntag geht es nach Kachtenberg (216 Kilometer), am 1. Juni nach Münster (172 km), am 9. Juni nach Düsseldorf (40 km), am 16. Juni nach Wesseling (64 km), am 30. Juni nach Dortmund (115 km) und beim Topfavoriten in Minden (249 km) muss man am 14. September antreten.

„Das wird eine ganz interessante Saison. Minden zum Beispiel hat weiter aufgerüstet und hat jetzt neun oder zehn Importe, darunter fünf Amerikaner. Dortmund hat sich mit Spielern aus Wuppertal verstärkt und unser erster Gegner Kachtenhausen hat einige Spieler aus der GFL in ihren Reihen“, beginnt Scales das Gespräch, wobei ihm dieses Aufrüsten einiger Mannschaften immer noch ein Dorn im Auge ist.

Davon kann bei seinem Team keine Rede sein, auch wenn es viele Neuerungen gibt: „Unser Kader hat ein fast komplett neues Gesicht bekommen. Viele Spieler hatten schon letzte Saison angekündigt, nach Abschluss aufzuhören. Und das haben sie auch gemacht. Dafür haben wir neun ehemalige U19-Spieler bekommen, die sich aber erst noch an den Seniorenbereich gewöhnen müssen“, so Trainer Scales. Und er fährt fort: „Auch an der Seitenlinie hat es Änderungen gegeben, da ich nicht mehr Offensive Coordinator bin, sondern für die Defensive zuständig. Taylor wird sich dafür um die Offensive kümmern und für die verantwortlich sein. Aber Headcoach bleibe ich.“

Mit Spannung blickt er auf die Saison: „Es wird viel umgestellt dieses Jahr, nichtsdestotrotz wollen wir diese Saison kleine Brötchen backen. Mal sehen, wie sich die neuen Spieler entwickeln, dann kann man vielleicht im kommenden Jahr davon reden, ganz oben mitzuspielen.“ Doch zunächst müsse man sich zusammenfinden. Personell sehe es bereits gut aus. Und, blickt er in die Zukunft: „Zudem erhalten wir unser Kunstrasen-Kleinspielfeld, welches uns mehr Möglichkeiten des Trainingsbetriebes geben wird.“

Nur ein einziges Spiel gab es als Vorbereitung. „Gegen die Euskirchen Lions aus der sechsten Liga haben wir 28:6 gewonnen. Dort hatten wir letztes Jahr ein Trainingslager gehabt und als Dank gab es dann dieses Spiel. Dabei hatten wir noch auf einige Starter verzichtet, stattdessen allen ehemaligen U19-Spielern Spielpraxis gegeben“, berichtet Scales. Defensiv habe man den Lions 100 Yards abgenommen. „Offensiv gab es etliche neue Spielzüge. Zudem war ein Scrimmage gegen die Cologne Falcons angedacht, leider war ich persönlich verhindert und da ich mir selber ein Bild von allem machen wollte, haben wir es abgesagt“, erklärt er. Wegen des Verletzungsrisikos seien aber ein oder zwei Testspiele ausreichende“, findet der Headcoach. Und führ weiter aus: „Ich habe bewusst kein zusätzliches Spiel genommen. Wir haben zwölf Spiele in der Liga, andere Ligen haben derer nur zehn. Im April haben wir zwei Spiele, im Mai nur eins. Dafür geht es im Juni Schlag auf Schlag. So etwas nennt man neudeutsch Belastungssteuerung. Schließlich will ich jedes Spiel gewinnen.“

Ein Erfolg – dazu noch auswärts – im ersten Saisonspiel könnte der Büchsenöffner für eine ruhige Spielzeit werden, doch dazu müssten die „Rookies“ in Lage-Kachtenhausen (Kreis Lippe) ganz klar über ihre eigenen Grenzen gehen.

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