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Amateursport: Diese Sportarten stellen auf 3G mit PCR-Test um

Nach Konkretisierung der Regeln durch den LSB : Diese Sportarten stellen auf 3G mit negativem PCR-Test um

Strikte 2G-Regelung oder doch 3G mit einem negativen PCR-Test? Nach der Veröffentlichung der Corona-Regeln in NRW herrschte bei einigen Verbänden Irritationen, welche Regeln im Sport nun gelten. Nach der Konkretisierung des Landessportbundes, dass ein Test tatsächlich ausreicht, stelle einige Sportarten nun auf 3G um.

In der vergangenen Woche hatte der Landessportbund (LSB) Licht ins Dunkeln bei der Interpretation der neuen Corona-Verordnung für den Sport gebracht: Nach Rückfrage bei der Landesregierung stellte sich heraus, dass anstatt einer konsequenten 2G-Regel zumindest Ausnahmen für nicht-immunisierte Spieler bestehen. Durch PCR-Tests ist demnach eine Teilnahme am Trainings- und Spielbetrieb weiterhin möglich.

Prominent griffen daraufhin die Fußballverbände die neue Lesart der Verordnung auf. Und auch andere Verbände haben die PCR-Ausnahmen inzwischen für ihren Spielbetrieb übernommen. Unter anderem der Westdeutsche Tischtennis Verband. Der Spieltag sei trotz der Irritationen im Vorfeld ruhig verlaufen, sagt Michael Keil, Geschäftsführer des Verbands. „Gleichwohl haben wir festgestellt, dass deutlich mehr Mannschaften nicht angetreten sind“, sagt Keil weiter. Ob das nun an Corona-Fällen oder nicht-immunisierten Spielern in den Vereinen lag, sei jedoch Spekulation, sagt er. Denn die Hürde eines kostenpflichtigen PCR-Tests sei gerade für Amateurvereine hoch. Im Volleyball gilt die neue Auslegung der Verordnung seit dieser Woche. Der vergangene Spieltag hatte aufgrund der kurzfristigen Aufklärung durch den LSB noch ausnahmslos unter 2G-Vorgabe stattgefunden. Nun ist ebenfalls ein negativer PCR-Test zulässig, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Spontan noch vor dem vergangenen Spieltag hatte der Handballverband Niederrhein auf die Konkretisierung durch den LSB reagiert und bereits am Freitag die Vereine informiert, dass eine PCR-Testung ebenfalls zur Teilnahme am Spielbetrieb berechtigt. „Wir hatten aus der Verordnung zunächst eine 2G-Regelung gelesen, nach Information des LSB ist bei uns aber auch 3G mit PCR-Test möglich“, erklärt Vizepräsident Stefan Butgereit.

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In den Hockey-Bundesligen wird es hingegen keine PCR-Ausnahme geben, wie Ligachef Victor vom Kolke erklärt: „Wir werden bei der 2G-Regelung für die Spieler bleiben und die Formulierungen in der Verordnung nicht nutzen, um weniger Maßnahmen bei den Spielen zu ermöglichen.“ Nach dem Wochenende, als unter anderem für den Gladbacher HTC die Hallensaison der 2. Bundesliga gestartet ist, habe man von den Vereinen positives Feedback bekommen, deshalb wolle man nun so weiter verfahren, sagt vom Kolke: „Die Impfquote bei den Hockeyspielern ist zumal so hoch, dass wir Ausnahmen nicht als notwendig ansehen.“ Eher würden die Vereine eigenständig strengere Maßnahmen durchsetzen. Wie der GHTC, der zum Heimspiel für die Zuschauer eine durchgängige Maskenpflicht ausruft. dbr/seka