Wichtige Neuregelung auf den Plätzen DFB führt in allen Amateurligen das STOPP-Konzept ein

Amateurfußball · Das Thema Sicherheit und Respekt gegenüber Unparteiischen ist wahrlich kein Neues. Jetzt will der DFB mit einem neuen Konzept mehr für seine Schiedsrichter tun. Was sich jetzt auf allen Plätzen ändert.

Eine Gelbe Karte für den, der bei einer Deeskalationsphase den Strafraum verlässt.

Eine Gelbe Karte für den, der bei einer Deeskalationsphase den Strafraum verlässt.

Foto: dpa-tmn/Franziska Gabbert

Stefan Cüster, Vorsitzender des Spielausschusses des Fußballkreises Heinsberg, hat jetzt auf eine entscheidende Regeländerung zur Saison 2024/25 aufmerksam gemacht: Der DFB führt in allen Amateurligen das sogenannte STOPP-Konzept ein. Dabei werden die beiden Mannschaften in ihre eigenen Strafräume geschickt, wenn der Schiedsrichter eine Situation deeskalieren möchte. Während dessen bespricht er im Mittelkreis mit den beiden Trainern und Spielführern die Lage. Jeder Spieler, der in dieser Phase den eigenen Strafraum verlässt, soll mit „Gelb“ bestraft werden. „Genauere Ausführungen dazu wird es vor der Saison noch geben“, so Cüster.

Der Spielausschuss-Vorsitzende nimmt in einem offiziellen Schreiben an alle Vereine in einer persönlichen Bemerkung dazu wie folgt Stellung: „Bei der nun begonnenen Europameisterschaft darf nur noch der Spielführer jeder Mannschaft mit dem Schiedsrichter über strittige Sachverhalte reden. Ich finde es überfällig, einen solchen Respekt dem Schiedsgericht und allen Mitgliedern der gegnerischen Mannschaft gegenüber von allen Spielern und Trainern einzufordern. Was bringt die sogenannte Rudelbildung, außer, dass bei einem eventuellen kleinen Zwist zwischen zwei Spielern nun ein größerer Streit zwischen vielen Spielern entsteht? Warum muss bei einem Disput nahe der gegnerischen Torauslinie der eigene Torwart oder Innenverteidiger meinen, in höchstem Tempo aggressiv zum Tatort stürmen zu müssen, und gerade er könne alles lösen? Schauen wir zum Beispiel auf den Handball, der nicht minder emotional ist und wo zuweilen mit einer noch größeren Härte gespielt wird. Aber dort werden Schiedsrichterentscheidungen akzeptiert, und Rudelbildungen habe ich dort noch nicht beobachtet. Es wäre wünschenswert, wenn wir ein solches Verhalten auch im Fußball etablieren könnten.“