Handball: Achterbahnfahrt beim TVK geht weiter

Handball : Achterbahnfahrt beim TVK geht weiter

Die 21:23-Niederlage gegen Soest zeigt: Korschenbroichs Drittliga-Handballern fehlt es an Konstanz

Den TV Korschenbroich plagen Entzugserscheinungen. Es fehlt ein Spieler, der das Team anführt. Einer, der auf dem Platz voran geht. Dabei wäre ein solcher Spieler momentan wichtig. Einer, der in Spielen wie dem jetzt gegen den Soester TV den Kopf hin hält und im Angriff alles in die Waagschale wirft. "Es hat keiner die Verantwortung übernommen. Die Spieler haben ständig quer gespielt und zu häufig Marcel Görden gesucht, statt es bei einem Angriff selbst zu versuchen", klagte Trainer Ronny Rogawska. Als Konsequenz stehen das 21:23 gegen den Aufsteiger, die dritte Niederlage in sieben Spielen, und ein Platz im Mittelfeld der Dritten Liga.

Es ist ein Saisonstart, der dem dänischen Trainer wie eine Achterbahnfahrt vorkommt, denn auf einen Sieg folgte stets eine Niederlage. Lediglich am vierten Spieltag schlich sich nach dem 30:29 gegen den Leichlinger TV ein Remis gegen den TSV GWD Minden II ein. Die nächste Pleite folgte aber sogleich bei der HSG Lemgo II (23:29). "Nach dem Spiel gegen Leichlingen dachte man, jetzt läuft es, und wir können darauf aufbauen, aber dann haben wir wieder Schritte zurück gemacht. Wir stehen noch nicht da, wo wir sein sollten", sagt Rogawska, der vor dem Ligastart den vierten Platz als Saisonziel ausgegeben hatte. Den Platz, den der TVK am Ende der Vorsaison für sich beansprucht hatte.

Damals starteten die Korschenbroicher ähnlich. Lediglich einen Sieg mehr hatte der TVK 2013/14 nach sieben Partien auf dem Konto. Grund genug für den Coach, den Kopf nicht in den Sand zu stecken: "Natürlich habe ich mir mehr erhofft, aber es ist noch früh in der Saison, und jetzt geht es darum, dass die Mannschaft das aus sich rausholt, was sie kann, und das ist mehr, als bisher gezeigt. Zumal wir, abgesehen von Leichlingen, noch nicht gegen die Spitzenklubs gespielt haben und noch harte Brocken auf uns zukommen." Ein Führungsspieler auf dem Platz wäre bei der Bewältigung der harten Brocken hilfreich - doch der muss sich in Korschenbroich erst wieder finden.

(rost)
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