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Handball: 37:22 - Borussia lässt Vorst keine Chance

Handball : 37:22 - Borussia lässt Vorst keine Chance

Nur selten gelang es, Borussias Doppelblock zu überwinden. Die Gladbacher spazierten indes zuweilen regelrecht durch die Abwehr.

Tobias Elis war zufrieden. "Sehr zufrieden", sagte er. Und das konnte Borussias Spielertrainer nach der Partie gegen den TV Vorst auch mit Fug und Recht sein. Mit 37:22 fegten die Gladbacher ihre Gäste regelrecht aus der Jahnhalle.

Zehn Minuten waren gerade einmal gespielt, als sich Markus Nacken und Daniel Koenen am eigenen Kreis noch länger machten, als sie ohnehin schon sind, und damit einen Torwurf der Gäste blockten. Den dann eingeleiteten Tempogegenstoß schloss Borussias Linksaußen Daniel Panitz mit dem Tor zum 6:1 ab. "Unser Ziel war es, das Spiel früh zu kontrollieren - das ist uns gelungen", erklärte Elis.

Und diese Kontrolle gaben die Gladbacher, bei denen Spielmacher Björn Marquardt und der Halblinke Lukas Esser nach überstandener Verletzung beziehungsweise Krankheit in die Startformation zurückgekehrt waren, über 60 Spielminuten nicht aus der Hand. Vor allem aus der mit dem Doppelblock kompakt stehenden Abwehr heraus starteten die Gastgeber immer wieder Tempogegenstöße.

So auch in der 13. Spielminute, als Max Greven einen Konter einleitete und uneigennützig auf Panitz ablegte, der erneut erfolgreich abschloss - 9:2. Nur zwei Minuten später ein ähnliches Spektakel mit dem kleinen Unterschied, das Greven diesmal den Ball selbst am Vorster Torhüter Florian Knetsch vorbei lenkte und damit für das 11:3 sorgte. Zwei Minuten vor der Halbzeitpause stellte die Borussia dann erstmals im Spiel eine Zehn-Tore-Führung her: Sascha Ranftler traf zum deutlichen 17:7.

Das Spiel war schon jetzt entschieden. Zu viel Druck übten die Borussen auf den Tabellenvorletzten aus, als dass dieser seine Angriffe hätte strukturiert ausführen können. Das Tempo, mit dem die Vorster ihre Offensivaktionen ausführten, brachte die Borussia nicht ernsthaft in Schwierigkeiten. Und in der Deckung bekam Vorst keinen Zugriff auf die Hausherren. So ließen die Gäste beispielsweise in der 43. Minute Ranftler regelrecht durch die eigene Abwehrreihe spazieren, so dass dieser zum 27:14 treffen konnte. "Es war heute einfacher als gedacht. Wir hatten mit mehr Gegenwehr von Vorst gerechnet, aber so hatten wir die Möglichkeit, auch einige taktische Sachen auszuprobieren", sagte Elis am Ende. Thomas Prinz am Kreis spielen zu lassen, war beispielsweise so ein Test.

Schon während der Partie gegen Vorst richtete sich der Borussen-Fokus nämlich auf die Aufgabe am kommenden Wochenende. Dann müssen die Gladbacher zum Halbfinale des DHB-Amateur-Pokals nach Flensburg reisen und dort gegen den Dänischen Handballklub Flensburg antreten. Ein paar Alternativen im eigenen Spielsystem im Gepäck zu haben, kann da wohl nicht schaden.

(rost)