Handball: 31:22 – aber Cutura sieht Luft nach oben

Handball : 31:22 – aber Cutura sieht Luft nach oben

Borussia feiert in der Handball-Oberliga einen ungefährdeten 31:22-Erfolg gegen Remscheid. In der zweiten Hälfte ließen die Gladbacher nur acht Gegentore zu. Dennoch sieht der Trainer durchaus noch Verbesserungspotenzial.

Die Worte, die Borussias Trainer Zoran Cutura nach dem 31:22-Sieg gegen Remscheid wählte, müssen in den Ohren der Konkurrenz wie eine Drohung klingen: "Wir können es noch besser." Dabei lief am vergangenen Samstag schon vieles rund. Aber eben nicht rund genug in den Augen des Übungsleiters. "Die erste Hälfte hat mir nicht gut gefallen", sagte Cutura.

Da taten sich die Borussen mit dem Gast noch schwer. In der Abwehr versuchte jeder für sich den Ball zu erobern, statt mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung den Gegner zu Fehlern zu zwingen. Cutura fällte daher ein überraschend hartes Fazit: "Viele aus der Abwehr haben die Sache nicht ernst genommen." Als Folge daraus entwickelte sich in den ersten 30 Minuten ein offenes Spiel, in dem mal die Borussen mit einem Tor die Nase vorn hatten, mal die Gäste. "Das lag aber nicht daran, dass die Remscheider unglaublich gute Sachen gemacht haben", sagte Cutura. Trotzdem war zur Pause beim Stand von 15:14 für die Gastgeber noch nichts entschieden. Vor allem die 14 Gegentore stießen Cutura bitter auf. "Da kann man sich nicht absetzen, egal wie gut der Angriff ist", ärgerte er sich und nahm daher auch in der Halbzeit kein Blatt vor den Mund.

Seine Ansprache fruchtete. Die Abwehrreihe zeigte sich deutlich verbessert und zwang die Gäste immer wieder zu individuellen Fehlern. Borussia setzte sich mit zunehmender Spieldauer immer weiter ab. "Die zweite Hälfte war besser, aber immer noch nicht gut genug", blieb Cutura weiter kritisch. Nur an der Leistung von Rechtsaußen Oliver Berck hatte der Trainer nichts zu bemängeln. Der zuletzt oft gescholtene Berck verwarf keine Chance, zudem ließ er über seine Seite nichts zu. "Er war heute der Einzige, der ohne Fehler war", attestierte Cutura seinem Schützling eine gute Leistung. Hätte Daniel Koenen zudem das ein ums andere Mal ein Auge für seinen Teamkollegen gehabt, hätte Berck durchaus mehr Treffer erzielen können. "Daniel wird immer besser. Die Verletzung ist auskuriert, es hat nur noch ein Kopfproblem", sagte Cutura über den Rückraumspieler, der nach einer Daumenverletzung wieder zu alter Stärke findet. "Bis zu den wichtigen Spielen ist er wieder voll da", sagte Cutura. Gegen Remscheid reichte es aber auch so. Die Abwehr ließ nur noch acht Gegentore, davon drei Siebenmeter, zu und vorne war Niko Merten mit acht Toren erfolgreichster Werfer der Borussen.

Nach Karneval reist der Borussen-Tross dann nach Hiesfeld, um weiter am Aufstieg zu arbeiten. Knüpfen die Borussen an die Leistung der zweiten Hälfte an, sollte das kein Stolperstein werden.

(RP)
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