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2. Bundesliga Judo: 1. JC Mönchengladbach startet mit Sieg über Angstgegner​

Auftakt der 2. Judo-Bundesliga : 1. JC Mönchengladbach startet mit Sieg über Angstgegner

In der Vergangenheit haben sich die Mönchengladbacher Judoka oft schwer gegen den Braunschweiger JC getan. Nun gab es zum Auftakt der 2. Bundesliga einen 9:5-Erfolg. Auch die Damen des 1. JC Mönchengladbach haben ihre Mission Bundesliga-Aufstieg am Sonntag begonnen.

Nachdem 2021 der Klassenerhalt in der 2. Bundesliga erst am letzten Kampftag gesichert wurde, darf es aus Sicht des 1. JC Mönchengladbach in der nun gestarteten Judo-Saison gerne etwas weniger Drama werden. Der Auftakt in die neue Saison – gewissermaßen die Exposition im Ablauf des klassischen Dramas – ist den Herren schon mal gelungen. Gegen den Braunschweiger JC setzten sich die Mönchengladbacher mit 9:5 durch und feierten einen Sieg im ersten Akt der Saison – bleibt abzuwarten, ob der Rest des „Stücks“ in der 2. Bundesliga auch so überzeugen kann.

Für den ersten Kampftag hatten sich die Herren des 1. JC vorgenommen, die Negativserie gegen die Gäste aus Niedersachsen zu beenden, gingen doch die letzten Duelle gegen den Braunschweiger JC stets verloren. Neuzugang Aslanbek Kagermanov brachte die Mönchengladbacher in der ersten Begegnung in der Gewichtsklasse bis 90 Kilogramm mit einem vorzeitigen Ippon-Sieg in Führung. Auch Eldar Tliashinov (+100 kg) konnte sich im anschließenden Kampf trotz eines deutlichen Gewichtsnachteils gegen seinen Kontrahenten mit einem Schulterwurf durchsetzen. In der Gewichtsklasse bis 66 Kilogramm konnte in der regulären Kampfzeit kein Sieger ermittelt werden, sodass die Golden-Score-Verlängerung die Entscheidung bringen musste. Alexander Wegele behielt die Nerven und erzielte nach rund zweiminütiger Verlängerung die entscheidende Wertung, wodurch der 1. JC auf 3:0 davonzog.

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Obwohl Daniel Vishnevski (-73 kg) im darauffolgenden Kampf seinen Gegner dominierte und ihm zwei Strafen aufdrückte, musste er sich nach einer Unachtsamkeit im Bodenkampf durch eine Würgetechnik geschlagen geben. Leichtgewichtler Peer Radtke (-60 kg) konnte seine erzielte Waza-ari-Wertung bis zum Ende der Kampfzeit verteidigen und damit den Anschlusspunkt für die Braunschweiger verhindern. Raymon de Vos baute die Gladbacher Führung mit seinem Sieg in der Kategorie bis 100 Kilogramm weiter aus, bevor Odai Almawarde (-81 kg) im abschließenden Kampf des ersten Durchgangs unterlag.

Mit einem 5:2-Zwischenstand ging es somit in die Pause. Um die vom Verband vorgeschriebenen zwei Pflichtwechsel zur Pause zu erfüllen, setzte JC-Trainer Vahid Sarlak in der Gewichtsklasse bis 60 Kilogramm nun auf Ahmad Alerksosi, die Gewichtsklasse bis 81 Kilogramm blieb unbesetzt. Auch der zweite Durchgang startete erfolgversprechend, da Kagermanov mit einem Armhebel seinen Gegner zur Aufgabe zwang. Eldar Tliashinov musste sich diesmal jedoch geschlagen geben. Dafür gewannen sowohl Alexander Wegele als auch Daniel Vishnevski ihre Begegnungen mit sehenswerten Techniken und machten damit bereits drei Kämpfe vor Schluss den Gladbacher Sieg klar. Mit dieser Sicherheit im Rücken konnte der erst 17-jährige Ahmad Alerksosi befreit auf die Matte steigen und zeigte ein starkes Bundesligadebüt, bei dem er erst in der Golden-Score-Verlängerung unterlag. De Vos besorgte mit seinem zweiten Sieg des Tages den 9:5-Endstand des 1. JC über Braunschweig. Damit sind die Gladbacher Judokas saisonübergreifend seit drei Duellen ungeschlagen und belegen vorerst Rang zwei in der 2. Bundesliga. Nächsten Samstag kommt es zum Duell beim Tabellenführer und Aufstiegsfavoriten TSV Bayer Leverkusen.

Auch die Damen des 1. JC starteten am Wochenende in die neue Saison der NRW-Liga. Angesetzt war ein Kampftag mit zwei Duellen. Da der JC Holzwickede allerdings nicht in der Rheindahlener Halle aufschlug, wurde der Kampf mit 7:0 für Mönchengladbach gewertet. So blieb für die Damen lediglich das Duell gegen den 1. SC Lippetal. Muna Dahouk, die bei den Olympischen Spielen in Tokio für das IJF-Flüchtlingsteam antrat, verlor in der Gewichtsklasse bis 63 Kilogramm überraschend gegen die Lippetaler Kontrahentin. Während Lisa Hiller (-57 kg), Jana Schmitz (-52 kg) und Julia Tillmanns (+78 kg) ihre Kämpfe gewinnen konnten, mussten sich Leonie Grabowski (-78 kg) und Oula Dahouk (-70 kg) geschlagen geben. Da beide Teams keine Kämpferinnen in der Gewichtsklasse bis 48 Kilogramm aufboten, ging der Kampf gegen Lippetal mit 3:3-Unentschieden zu Ende. Weiter geht es für die Damen am 21. Mai in der Jahnhalle gegen die Teams aus Dortmund und Bochum.