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Borussia Mönchengladbach: 1899 braucht dringend Tore

Borussia Mönchengladbach : 1899 braucht dringend Tore

Seit 276 Minuten wartet Hoffenheim auf einen eigenen Torerfolg, die Mannschaft ist seit dem sechsten Spieltag ohne Sieg. Die Hoffnungen ruhen auf dem wieder genesenen Vedad Ibisevic.

Fussball Es ist ein wenig Ernüchterung eingekehrt im beschaulichen Kraichgau. Nach dem sechsten Spieltag lag 1899 Hoffenheim – trotz der geringeren Unterstützung durch Klubmäzen Dietmar Hopp auf dem vierten Tabellenplatz und erfreute sich am frischen Wind, den Trainer Holger Stanislawski aus Hamburg mitgebracht hatte. Doch seitdem ist die TSG sieg- wie torlos und dadurch auch wieder ins Mittelmaß abgerutscht. Nun kommt Borussia, gegen die Hoffenheim noch kein Heimspiel verloren hat.

Taktik

Hoffenheim bevorzugt das in der Bundesliga inzwischen übliche 4-2-3-1-System, wobei die Offensivspieler sehr viel rochieren. Jeder Akteur aus dem Angriffsquartett kann in vorderster Spitze auftauchen. Generell versucht die TSG, durch hohe Laufbereitschaft den Gegner, früh unter Druck zu setzen, ihn zu Fehlern zu zwingen und dann bei Ballgewinn blitzschnell umzuschalten.

Beste Spieler

Das Prunkstück der Kraichgauer ist das Mittelfeld. Während die offensiven Roberto Firmino und Ryan Babel jeweils schon viermal trafen, sorgten Standardschütze Sejad Salihovic und Sebastian Rudy im Verbund mit der soliden Viererkette für die defensive Stabilität. Allerdings fehlt wohl gegen Gladbach Salihovic ebenso wie der verlässliche Stammtorwart Tom Starke, der mit Gehirnerschütterung ausfällt.

Stärken

Gegen die Topteams aus Dortmund (1:0) und Bayern (0:0) zeigte die TSG, dass sie in der Lage ist, auch spielstarken Gegnern das Leben schwerzumachen. Die Mannschaft steht sehr kompakt und hat in der Offensive sowohl schnelle Konterspieler als auch gefährliche Distanzschützen in ihren Reihen. Zudem sind viele Spieler flexibel einsetzbar. Das macht Hoffenheim unberechenbar.

Schwächen

Seit 276 Minuten warten die Kraichgauer mittlerweile auf einen Treffer, generell haben bisher nur drei Spieler in dieser Saison Tore erzielt. Dagegen sehnen sich Stammkräfte wie Chinedu Obasi oder Gylfi Sigurdsson schon lange nach einem Erfolgserlebnis. So ruhen die Hoffnungen auf dem wieder genesenen Vedad Ibisevic.

Letztes Aufeinandertreffen

Wie schon des Öfteren in Hoffenheim ging Borussia am 17. Oktober 2010 durch Raúl Bobadilla in Führung. Am Ende hieß es 2:3 und Borussia hatte neben den drei Punkten auch noch Juan Arango und Sebastian Schachten durch zwei Rote Karten verloren. Zwei Monate später ging es wieder in den Kraichgau, der VfL unterlag erneut chancenlos, 0:2 im DFB-Pokal.

Trainer

18 Jahre wirkte Holger Stanislawski ununterbrochen in den unterschiedlichsten Positionen beim Kultklub FC St. Pauli. Nicht wenige prognostizierten bei seinem Wechsel in den Kraichgau einen Kulturschock für den aufstrebenden Trainer. Doch auch in Hoffenheim erwarb sich der 42-Jährige innerhalb kurzer Zeit große Sympathien.

(togr)