Judo: 1. JC wird mit neuem Trainerduo international

Judo: 1. JC wird mit neuem Trainerduo international

Der Bundesligist setzt aber sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern ebenfalls weiterhin auf den deutschen Nachwuchs.

Von seinen Grundsätzen will sich der 1. JC Mönchengladbach nicht verabschieden, sonst ist derzeit beim Judo-Bundesligisten aber vieles im Umbruch. Nach dem Abstieg in die Zweite Liga fängt das bei den Männern mit dem Trainer an. Nachdem Stefan Küppers fast ein Jahrzehnt lang verantwortlich war, darf er diese Aufgabe nun nicht mehr wahrnehmen, da er inzwischen als Verbandstrainer für die Männer und Frauen zuständig ist. Für die Einzelkarrieren der Spitzenathleten ist er weiter verantwortlich, doch in der Liga übernimmt ein neuer Coach das Kommando. Und der kommt aus den eigenen Reihen.

Vor zweieinhalb Jahren kam Vahid Sarlak aus dem Iran nach Mönchengladbach. In dieser Zeit hat er nicht nur als Kämpfer Spuren hinterlassen. Er übernimmt den Job nun mit Oliver Zabel, der wie Sarlak weiter auch Kämpfer sein wird. Was den Kader anbetrifft, so konnte der JC die Abgänge von Benjamin Münnich (Bushido Köln) und Aaron Hildebrand (JC Bottrop) nicht verhindern. Dafür bleibt Marc Odenthal dem Klub erhalten. Entscheidend könnte für die Zukunft auch werden, dass der Klub erkannt hat, welche Möglichkeiten in den Kontakten ins Ausland stecken. So nutzt der neue Bundesliga-Manager Hakan Dogan seine Verbindungen in die Türkei und in den Balkan. Zabel, inzwischen auch Vize-Präsident, hat Verbindungen nach Slowenien.

Elnur Aliev, estnischer Meister, Junior Degen aus den Niederlanden, Andrea Regis aus Italien und Mohsen Ghaffar aus dem Iran sind die Kämpfer, die schon in der kommenden Saison helfen werden. "Wichtig ist aber, dass wir weiter auf den deutschen Nachwuchs setzen", sagt Zabel. Deshalb stießen auch Moritz Plafky (Hennef) und Devin Waldenburg (Beuel) hinzu. Und mit Benjamin Bouizgarne hat der Klub selbst einen aktuellen Deutschen Meister der U21, der gerade erst 17 Jahre alt ist. "Mit der Zweiten Liga kann ich mich persönlich nicht lange zufriedengeben", betont Dogan.

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Bei den Frauen bleiben Nicole Hafner und Edda Karlsson als Trainer-Team im Amt, und sie haben nicht einen Abgang zu verzeichnen. Dafür gibt es reichlich Verstärkungen, damit es nicht noch einmal zu einer Situation wie im Oktober kommt, als bei der Endrunde um die Meisterschaft keine Verstärkungen aus dem Ausland zur Verfügung standen. Mit Majlinda Kelmendi aus dem Kosovo kämpft die aktuelle Siegerin des Düsseldorfer Grand Prix und Weltranglisten-Zweite bis 52 Kilogramm künftig für den 1. JC. Aus der ungarischen Nationalmannschaft kommen Franciska und Katinka Szabo, Nina Milosevic kämpft für das slowenische Nationalteam. Aus der Türkei steht mit Sümeyye Akkus, Bisrah Katipoglu und Dilara Lokmanhekim künftig ein Trio zur Verfügung, Evi Vermandere kommt aus Belgien.

Wie bei den Männern wird vor jedem Kampftag entschieden, wer aus diesem Reigen aktuell Sinn macht. Hinzu kommen mit Denise Schmitz (Leverkusen), Indra Brendick und Nicole Kautz (Köln) sowie Sarah Kirchrath aus dem eigenen Nachwuchs vier deutsche Kämpferinnen. "Unser Ziel bleibt das Erreichen der Endrunde. Da möchten wir beim nächsten Mal dann besser vorbereitet sein", so Edda Karlsson.

(RP)
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