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Fußball: 1. FC verteidigt den Titel vom Punkt

Fußball : 1. FC verteidigt den Titel vom Punkt

Erst nach Neunmeterschießen setzte sich der Landesligist gegen den Ligakonkurrenten aus Odenkirchen durch.

Dominik Dohmen strahlte mit dem Siegerpokal der Rheinischen Post um die Wette. Eine Viertelstunde zuvor hatte er mit dem 1. FC das nur phasenweise spektakuläre, aber spannende Finale der 31. Hallenfußball-Stadtmeisterschaft gegen Odenkirchen 05/07 gewonnen, und das erst mit 6:4 nach Neunmeterschießen. Das hatte es 1997 zum letzten Mal in der Jahnhalle gegeben.

Und Dohmen, der den Pokal zunächst nur für das Mannschaftsfoto einmal kurz vor sich abstellte, war an den entscheidenden Szenen des Finales beteiligt. Gleich in der zweiten Minute traf Dohmen nach Vorarbeit von Kevin Preschel zum 1:0 für die Westender, was auf ein Spiel mit offenem Visier hoffen ließ, wie es der FC zum Auftakt der Gruppenspiele auch gegen Rheindahlen zur Begeisterung der Zuschauer geboten hatte.

Doch die Konstellation dieser beiden technisch starken Mannschaften ließ das wohl nicht zu. Nach einer Balleroberung von Thorben Schmitt an der Kopfbande drückte Christoph Spinrath die Filzkugel nach fünf Minuten zum 1:1 über die Linie, dabei blieb es dann bis Mitte der zweiten Hälfte. Da wiederum initiierte der FC einen blitzschnellen Konter, und diesmal war Dohmen der Vorbereiter, der Torjäger Thorsten Lippold das 2:1 auflegte.

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Nun hatte das Finale fraglos seine beste Phase, weil Odenkirchen jetzt kommen musste. Knapp zwei Minuten vor dem Ende führte das zu einer Zeitstrafe gegen Pascal Schellhammer, in Überzahl erhöhte Odenkirchen Druck und Risiko. Die strittigste Szene ereignete sich dann gut 20 Sekunden vor dem Ende.

Vehement forderte die Bank des 1. FC nach einem vermeintlichen Foul bei einem Solo von Aram Abdelkarim den Pfiff des Schiedsrichters, doch dieser blieb aus. Aus dieser Szene entstand dann der von Ferdi Berberoglu aufgelegte Ausgleich durch Akin Uslucan. "Bei aller Wertschätzung für Markus Siebel, aber das muss er pfeifen", sagte FC-Trainer Stephan Houben nach dem 14. Titelgewinn der Westender. "Wenn man das mit unserer Zeitstrafe vergleicht, dann kann er das nicht laufen lassen."

So kam es dann zur Verlängerung, in der die Risikobereitschaft dann fünf Minuten lang noch einmal reduziert wurde, was auch zu Pfiffen von der Tribüne führte. Odenkirchen lockte den FC, doch der ließ das nicht zu. "Ich habe in dieser Phase bemerkt, dass meine Jungs unruhig wurden. Aber bloß weil da ein paar Leute pfeifen, darf man ja nicht nach 23 Minuten ins offene Messer laufen", erklärte Houben. Am Ende mussten die Neunmeter entscheiden. Auch hier gab sich Dohmen wie seine versammelten FC-Kollegen keine Blöße, während Ferdi Berberoglu und Ausgleichs-Torschütze Uslucan scheiterten.

Den Schlusspunkt und den Beginn eines so unbändigen Jubels, wie man ihm beim FC in der Halle selten gesehen hat, setzte dann Nico Königs. "Für mich war der Verlauf eigentlich nicht überraschend. Schon das Halbfinale gegen Rheindahlen war für uns so ein Spiel. Da können beide Seiten nicht mit offenem Visier spielen", sagte Odenkirchens Yannick Peltzer später im Foyer der Jahnhalle. Da war er einer der ganz wenigen Odenkirchener, die nicht sehr zeitig den Heimweg angetreten hatten. Nach einem Finale, in dem die beiden fraglos besten Teams des Turniers nicht unbedingt die attraktivste Partie gezeigt hatten. Beide sind für das Masters in Dülken am übernächsten Wochenende qualifiziert. Der dritte SV Lürrip, der sich über den Sieg gegen Rheindahlen im Neunmeterschießen riesig freute, erhält zudem eine Wildcard.

(kpn)