1. FC Mönchengladbach hat weiter den Titelkampf im Visier

Fußball-Landesliga : Jüchen fährt mit neuem Trainer zum ersten Endspiel

Erst am Dienstagabend hat Georg „Jolo“ Krahwinkel beim VfL von Michele Fasanelli übernommen, da muss er den Tabellenvorletzten beim Schlusslicht DSC Düsseldorf bereits zum Sieg coachen. Der 1. FC Mönchengladbach hat ein schweres Spiel in Remscheid, die SpVg. Odenkirchen will gegen die SSVg. Heiligenhaus einen großen Schritt zum Klassenerhalt machen.

Der am Dienstagabend überraschend als Trainer beim VfL Jüchen installierte Georg „Jolo“ Krahwinkel (68) muss gleich in die Vollen gehen. Am Sonntag (15 Uhr) spielt der Tabellenvorletzte beim DSC Düsseldorf. Die Gastgeber sind Tabellenschlusslicht. Soll die Mission „Klassenverbleib“ nicht schon frühzeitig scheitern, muss ein Sieg beim DSC her. Allerdings wartet Jüchen schon seit sechs Pflichtspielen auf einen Sieg. Den Düsseldorfern ist es im gleichen Zeitraum nicht besser ergangen. Mit einem Unentschieden haben sie sogar einen Punkt weniger geholt als der VfL. Gut möglich, dass der Oberliga-Absteiger in die Bezirksliga durchgereicht wird.

Krahwinkel, der schon einmal als Feuerwehrmann einsprang und Jüchen vor dem Abstieg rettete, bleibt trotz der angespannten Situation gelassen. „Wenn wir die Klasse halten, ist alles gut“, sagt er. „Im Kampf um den Klassenverbleib sind noch sechs Mannschaft in der Verlosung. Davon bleiben zwei drin. Das wird schwer, aber das kann man schaffen.“ Nach Rang neun in der Vorsaison und einem vermeintlich verstärkten Kader war man in Jüchen von einer sorglosen Saison ausgegangen. Ein Remis wie in der Hinrunde (1:1) reicht Krahwinkel nicht, denn die Partie hat eine vorentscheidene Bedeutung: „Der Ausgang spielt eine große Rolle.“ Für die Entscheidung seines Vorgängers Michele Fasanelli, den Weg freizumachen, hat er Hochachtung. Auch Christoph Sommer fiel die Entscheidung, sich von Fasanelli zu trennen, sichtbar schwer. „Wir haben Michele eine Chance als Cheftrainer gegeben und haben das nie bereut. Michele hat unsere Mannschaft geformt und das Training professionell gestaltet“, sagt der Vorsitzende

Die SpVg. Odenkirchen kann nach dem jüngsten Sieg beim FSV Wuppertal-Vohwinkel (2:1) relativ gelassen in Richtung Abstiegszone blicken. Mit 35 Punkten hat sie sich ein respektables Polster auf den ersten Abstiegsrang erarbeitet. Und der imaginäre Zielstrich von 40 Punkten, die wohl definitiv zum Klassenverbleib reichen werden, ist nicht mehr weit entfernt. Mit einem Heimsieg am Sonntag (15 Uhr) soll früh alles klargemacht werden. Ein Selbstläufer wird es gegen den Tabellen-14. Heiligenhaus aber nicht, denn Odenkirchen hat in diesem Jahr noch kein Heimspiel gewonnen.

Der 1. FC Mönchengladbach hat als Tabellenvierter die Aufstiegsplätze immer noch im Visier. Die Westender wollen jedenfalls weiter mitmischen und streben daher beim FC Remscheid einen Sieg an. „Wir wissen, dass das keine einfache Aufgabe ist, wollen aber gewinnen“, sagt FC-Trainer Bennedict Weeks. „Remscheid hat eine sehr erfahrene Mannschaft und ist sehr heimstark.“ Auf dem Rasenplatz im Röntgen-Stadion gab es in diesem Jahr für die Gastmannschaften noch nichts zu holen. Weeks setzt darauf, dass sein Team Zweikampfstärke, Einsatz und den Willen zum Sieg in die Waagschale werfen wird.

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