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Mönchengladbach: Spielbereich im Tiergarten: Nostalgie trifft auf Neues

Mönchengladbach : Spielbereich im Tiergarten: Nostalgie trifft auf Neues

Der Geräuschpegel im Odenkirchener Tiergarten ist hoch - und das liegt nicht an den meckernden Ziegen gleich nebenan. Nein, es sind die Kinder, die freudig den neuen Spielbereich erkunden möchten.

Weil die alten Spielgeräte in die Jahre gekommen waren und eine Renovierung oder Reparatur teilweise nicht mehr möglich war, musste etwas Neues her. Es wurde ein Konzept erarbeitet, das sich an kleine und an größere Kinder richtet. Aber auch an die Eltern wurde gedacht. "Der Spielplatz soll zukünftig als Aufenthaltsort für die ganze Familie dienen", sagt Bürgermeisterin Petra Heinen-Dauber, die auch stellvertretende Vorsitzende des Tiergartenvereins ist. So stehen den Erwachsenen zahlreiche Bänke und Tische zur Verfügung, die zum Verweilen einladen. Besonders die direkte Nähe zum Spielplatz ist für viele Eltern von Vorteil - das findet auch Denise Abels, die mit ihren Freundinnen und den Kindern zur Eröffnung gekommen ist: "Man hat die Kinder im Auge und kann es sich hier trotzdem gemütlich machen."

Wenn die Eltern dann aber doch auch aktiv werden möchten, können sie auf dem neuen Spielplatz bestens mit ins Spiel integriert werden. "Wir wollten etwas schaffen, bei dem Kinder und Eltern auch zusammen Spaß haben können", sagt Tiergartenleiterin Katrin Ernst. Dabei herausgekommen ist die Balancier-Strecke, bei der die Eltern selbst balancieren oder aber mithelfen können.

Aber was wäre ein Spielplatz im Tiergarten ohne Tiere? Deshalb soll das Kaninchengehege zukünftig Teil des des Areals werden. "Wenn die Kaninchen es zulassen, dürfen sie auch gestreichelt werden", sagt Katrin Ernst. Auch Gänse sollen bald ihren Platz auf einer angrenzenden Wiese finden - diese dürfe dann allerdings nicht betreten werden. Den Alpakas und den Ziegen kann man bereits von dem fünf Meter hohen Spielturm aus winken.

Gleich zu Beginn ist auf dem Turm schon richtig etwas los - neben den ausgiebigen Klettermöglichkeiten kann man gleich von zwei Rutschen den Weg in den Sand herunter finden. Für diejenigen, die lieber auf dem Boden bleiben möchten, eignet sich der Tunnel zum Durchkrabbeln bestens. Aber auch nostalgische Spielgeräte durften bleiben: Die zwei Kettenkarussells, die es schon seit zig Jahren gibt, werden von den Kids mindestens genauso gut angenommen, wie die neuen Attraktionen. Die kleinen Autoskooter scheinen auch bei der jetzigen Generation ein Hit zu sein.

Barbara Gersmann, Vorsitzende des Tiergartenvereins, ist von dem Ergebnis des Spielbereichs hellauf begeistert: "Das wertet den Bereich sehr auf. Die Leute werden sich noch lieber hier aufhalten, als sie es sowieso schon immer getan haben."

Der Tiergarten Am Pixbusch hat im Sommer die ganze Woche über von 9 bis 18 Uhr geöffnet, im Winter von 9 bis 16 Uhr.

(RP)