Mönchengladbach: SPD will Gladbach-Magazin einstampfen

Mönchengladbach : SPD will Gladbach-Magazin einstampfen

Das monatlich von der Mönchengladbacher Marketinggesellschaft (MGMG) herausgegebene Veranstaltungsmagazin "Mönchengladbach aktuell" soll eingestellt werden.

Das fordert die SPD und geht damit in die Haushaltsberatungen mit FDP und den Grünen. "Wir glauben, dass die Stadt damit Personalkosten in nicht unerheblicher Höhe sparen kann", sagt SPD-Fraktionsvorsitzender Lothar Beine. Die Sozialdemokraten wollen weitere Abstriche machen: Der von der Stadtverwaltung einmal wöchentlich herausgegebene Pressespiegel soll entfallen und den Politikern nicht mehr zur Verfügung gestellt werden. Und die Beratungsunterlagen für die politischen Gremien — Rat, Ausschüsse und Bezirksvertretungen — soll es nicht mehr in Papierform, sondern nur noch auf elektronischem Wege geben.

Ob die politischen Partner FDP und Grüne da mitziehen, ist noch nicht klar. Bei den Verhandlungen, die am Montag begannen, tauschten die drei Ampel-Partner ihre Vorschläge aus. Dass die Liberalen die im Haushaltssanierungsplan (HSP) vorgeschlagene Erhöhung der Gewerbesteuer um 35 auf 485 Punkte mittragen werden, ist unsicher. Am Donnerstag wollen sich die Koalitionäre wieder zusammensetzen.

Eine Reduzierung der angedachten Gewerbesteuer-Erhöhung etwa um zehn auf 475 Punkte würde in den HSP-Entwurf gleich eine Lücke von mehreren Millionen Euro reißen. Bei der MGMG löste die Nachricht von der möglichen Einstellung von "Mönchengladbach Aktuell" keine Freude aus. Die Broschüre, die zwölfmal jährlich in einer Auflage von 25 000 Exemplaren erscheint und in öffentlichen Gebäuden ausgelegt wird, ist für die Marketinggesellschaft ein wichtiges Medium, um auf Veranstaltungen hinzuweisen. "Das ist für uns preiswerter, als wenn wir anders werben müssten", sagt MGMG-Geschäftsführer Peter Schlipköter. Die Personalkosten seien nicht besonders hoch, insgesamt würde die fast 50-seitige Broschüre ein kleines Plus machen.

(RP/rl)
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