Mönchengladbach: So sieht bald das Gronen-Gelände aus

Mönchengladbach : So sieht bald das Gronen-Gelände aus

Die Industriebrache an der Odenkirchener Straße verschwindet. Auf dem Grundstück wird es bald eine Tankstelle, eine Werkstatt, einen Discounter, ein Hotel, Gastronomie, ein Fitness-Studio und einen Matratzenmarkt geben.

Auf dem 12 000 Quadratmeter großen Gelände an der Odenkirchener- Ecke Keplerstraße hat der Abriss begonnen. Die Hallen der früheren Rheinischen Wollwerke Gronen verschwinden. Und damit eine riesige Industriebrache, die im Herzen der Rheydter Innenstadt nicht gerade vorzeigbar war. Auf dem Areal wird das Unternehmen Fortress Immobilien AG mit Hauptsitz in Düsseldorf ein so genanntes Multi-Service-Center bauen. Im hinteren Bereich des Grundstücks soll eine Auto-Werkstatt mit Kfz-Teilehandel entstehen, daneben ein Discounter. An der Odenkirchener Straße wird eine Tankstelle mit Waschstraße gebaut, und in einem dreigeschossigen mit zentralem Eingang an der Ecke werden ein Fitness-Studio, ein Hotel, Gastronomie und ein Matratzenmarkt zu finden sein. "Die Bauvoranfrage ist bereits positiv beschieden", sagt Stadtsprecher Wolfgang Speen.

Schon 2011 befasste sich der Bau- und Planungsausschuss mit einem Geschäftszentrum genau an dieser Stelle. Alles schien prima. Doch dann gab es unterschiedliche Forderungen an das Prozedere. "Wir hätten damals gern einen entsprechenden Bebauungsplan auf den Weg gebracht", sagt CDU-Ratsherr Hans-Wilhelm Reiners. Die damalige Ampel-Koalition und der zuständige Dezernent hätten aber anders entschieden. "An dieser Stelle ist das, was jetzt dort geplant wird, verträglich mit dem Einzelhandel in Rheydt", sagt SPD-Geschäftsführer Thomas Fegers. Sowohl er als auch sein Kollege Hans-Wilhelm Reiners sind insgesamt erfreut über die Entwicklung: "Endlich verschwindet der Schandfleck." Die Befürchtung, im Erdboden des Grundstücks könnten sich Altlasten befinden, ist inzwischen durch entsprechende Untersuchungen widerlegt worden.

"Wir bauen in Mönchengladbach bereits unser 14. Multi-Service-Center", sagt Rudolf Henssen, Prokurist des Unternehmens Fortress Immobilien. Insgesamt wird die vermietbare Fläche 10 2000 Quadratmeter betragen. Schon im nächsten Winter sollen die Einheiten bezogen werden können. Ursprünglich war für die geschwungene Fassade, die in ihrer Form an den Real-Markt an der Moses-Stern-Straße erinnert, ein tieferes Rot vorgesehen. "Nach den Wünschen der Stadt haben wir sie etwas aufgehellt", sagt Rudolf Henssen. Fortress baut seine Center vornehmlich auf innenstadtnahen, verkehrsgünstig gelegenen Arealen. Die Nutzung ist grundsätzlich autonah.

Peter Felten, Chef des Rheydter Citymanagements, wusste bis gestern nichts von den Abrissarbeiten auf dem Gronen-Gelände. "Es ist für uns wichtig zu wissen, wenn etwas in dieser Größenordnung entsteht.", sagt er. Am 25. Februar wird sich der Bau- und Planungsausschuss noch einmal mit den Plänen beschäftigen.

(RP)