Mönchengladbach: Skulpturenmeile von Arcaden bis Museum

Mönchengladbach : Skulpturenmeile von Arcaden bis Museum

Eine Skulpturenmeile von den Arcaden zum Museum Abteiberg, Etagen mit unterschiedlichen Themen und Einrichtungen, große Marken, die es in Gladbach noch nicht gibt – es wird immer klarer, wie sehr die Arcaden die Innenstadt verändern werden. In Leipzig eröffnete Mfi gestern die Höfe am Brühl. Von Größe, Struktur und Ausstattung her soll das Einkaufscenter in der Gladbacher Innenstadt ganz ähnlich werden wie das in Leipzig.

Eine Skulpturenmeile von den Arcaden zum Museum Abteiberg, Etagen mit unterschiedlichen Themen und Einrichtungen, große Marken, die es in Gladbach noch nicht gibt — es wird immer klarer, wie sehr die Arcaden die Innenstadt verändern werden. In Leipzig eröffnete Mfi gestern die Höfe am Brühl. Von Größe, Struktur und Ausstattung her soll das Einkaufscenter in der Gladbacher Innenstadt ganz ähnlich werden wie das in Leipzig.

Eine Nachricht wird Hans Hollein, Architekt des Museums Abteiberg, besonders freuen. Seine Konzeption hatte von Anfang an eine Verbindung zwischen Museum und Hindenburgstraße vorgesehen. Diese Öffnung zur Stadt wurde in den 30 Jahren, seitdem das Haus auf dem Abteiberg eröffnet wurde, nicht umgesetzt. Nun aber soll vom Skulpturengarten unterhalb des Museums, vorbei am Haus Erholung, durch den Hans-Jonas-Park und bis zum Platz vor dem Sonnenhaus, der im Zuge des Arcaden-Baus eine völlig neue Bedeutung für die Innenstadt erhält, eine ganz neue Kulturachse entstehen.

Raum wird neu definiert

"Wir freuen uns über ein Konzept aus einem Guss", sagt Susanne Titz. Die Leiterin des Museums Abteiberg wird gemeinsam mit und für den Arcaden-Entwickler Mfi den öffentlichen Raum zwischen den beiden Polen neu definieren. "Die Gestaltung des Terrains am Abteiberg soll im Dialog mit Künstlern, Stadtplanern, Anliegern und Investoren realisiert werden", sagt sie. "In den kommenden ein bis zwei Jahren werden wir die geplanten Schritte gemeinsam mit den Künstlern entwickeln."

Planungsdezernent Andreas Wurff sieht durch die Aussicht auf ein Sponsoring des Skulpturenparks seitens Mfi die Möglichkeit, die unterschiedlichen Diskussionsstränge über die Zukunft des Abteibergs zusammenzuführen. Konkret sind das die Idee eines Skulpturenparks, die eines eher marktähnlichen Platzes vor dem Sonnenhaus (das ist die vom Masterplan-Team bevorzugte Variante) und die eines zusammenhängenden Grünzugs, der sich bis direkt an die Hindenburgstraße schmiegt. "Speziell letzteres wäre ein Alleinstellungsmerkmal", sagt Wurff. Und: Er sehe die Chance, die bisher wenig repräsentativen Eingänge von Haus Erholung, Museum und Rathaus an der Abteistraße rückwärtig durch einen aufgewerteten Park attraktiver zu gestalten. Auf der Talseite könnten Musikschule und Volkshochschule in ähnlichem Maße profitieren.

"Wir sind bereit, den Park für entsprechende Exponate umzugestalten, die Werke gegebenenfalls zu erleuchten", sagt Wurff. Doch zunächst gelte es nun, bis zur zweiten Jahreshälfte 2013, wenn der Gestaltungswettbewerb für den Platz vor dem Sonnenhaus ausgelobt wird, eine "Nutzungsperspektive" für das ganze Ensemble zu erarbeiten. Denn: Vor April 2015 kann sowieso nichts passieren. Erst dann sind die Arcaden eröffnet und die Interimshalle wieder abgebaut.

(RP)
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