1. NRW
  2. Städte
  3. Mönchengladbach

Silvester in Mönchengladbach: Polizei und Ordnungsamt sprechen von ruhiger Nacht

Silvester 2020 in Mönchengladbach : Ruhige Silvesternacht laut Polizei und KOS

In der Nacht des Jahreswechsels habe es kaum Verstöße gegen die Corona-Regeln gegeben, heißt es in der Bilanz von Ordnungsamt und Polizei. Insgesamt sei es ein ruhigeres Silvester gewesen als in den Vorjahren.

Die Silvesternacht ist in Mönchengladbach vergleichsweise störungsarm verlaufen. Das ist die Bilanz von Polizei, Ordnungsamt und Feuerwehr am Neujahrsmorgen. „Für eine Silvesternacht war es, natürlich auch coronabedingt, sehr ruhig“, sagte ein Sprecher der Polizei. Ein so heftiges oder langes Feuerwerk wie in den vergangenen Jahren war in der Nacht in den Innenstadtbereichen nicht zu beobachten. Hier und da stiegen einige Raketen in den Himmel, es gab etwas Geböllere, aber nach 20 Minuten war auch das vorbei. 

Die Polizei rückte zu 45 anlassbezogenen Einsätzen aus: fünf  Körperverletzungen, zwei Sachbeschädigungen, acht Streitigkeiten, zwei Randalierer, fünf hilflose Personen und 23 Ruhestörungen. Drei Personen nahm die Polizei zur Ausnüchterung in Gewahrsam. Bei Verkehrskontrollen wurden zwei Fahrer gestoppt, die offenbar Rauschmittel konsumiert hatten. Verstöße gegen die Corona-Verordnung habe es fünf gegeben. „Diese stammen allerdings alle aus einem Einsatz“, sagte der Polizeisprecher am Freitag: „Gegen 21 Uhr hat ein Zivilfahrzeug eine Kontrolle am Platz der Republik durchgeführt. Dort waren fünf Personen ohne Masken unterwegs und haben den Mindestabstand unterschritten.“ Es seien Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten gestellt worden. Der Sprecher erklärt die ruhigere Nacht auch damit, dass sonst größere Gruppen unterwegs seien, in denen es schneller zu Reibereien komme.

Von einer „sehr ruhigen Silvesternacht mit einem äußerst geringen Einsatzgeschehen“ spricht der Kommunale Ordnungsdienst der Stadt (KOS). Zwischen 18 und 2 Uhr erreichten ihn 47 Anrufe – ausschließlich Beschwerden über Lärm, so die Stadt. 18 Mal rückten die Mitarbeiter aus, in fünf Fällen sei ein Einschreiten nötig gewesen. Zweimal mussten die Störer „mit erhöhtem Nachdruck“ auf ihr Fehlverhalten hingewiesen werden. Ihnen droht ein Bußgeld von je 200 Euro. „Insgesamt stellte der KOS in der Silvesternacht keine Verstöße gegen die Coronaschutzverordnung fest“, so die Bilanz. Auf den Plätzen mit Ansammlungsverbot seien nur wenige Personen unterwegs gewesen und keine Böller gezündet worden.

Die Feuerwehr hatte mit 131 Einsätzen etwas mehr zu tun, bei 82 war es eine Notfallrettung, davon 20 mit einem Notarzt. Mit 30 Einsätzen gab es einen Schwerpunkt zwischen 23 und 2 Uhr. Gerufen wurden die Helfer wegen hohen Alkoholkonsums, Verletzungen nach falschem Umgang mit Feuerwerkskörpern oder anderer Verletzungen.

Außerdem gab es einen Einsatz, weil Feuerwerkskörper eine unklare Rauchentwicklung an der Hugo-Eckener-Straße verursachten. Die Notaufnahmen der Kliniken seien jedoch nicht überlastet gewesen, berichtete Marc Deußen, Leitender Notarzt in der Stadt:  „Auch wenn es im Maria Hilf etwas betriebsamer war –  insgesamt war es ruhiger als gewöhnlich zu Silvester.“

(are/hh)