Mönchengladbach: Schwerer Seegang auf der Liederbühne

Mönchengladbach : Schwerer Seegang auf der Liederbühne

Mit einer Piratenparty ging im Theater im Gründungshaus das 11. Kinderliederfestival "KiliFee" zu Ende. Der Lila Lindwurm, ein Kinderchor aus Meerbusch und Tom Werens traten auf. Die Veranstalter wollen KiliFee 2014 fortsetzen.

Die Segel standen auf Sturm, als nun das elfte Mönchengladbacher Kinderliederfestival KiliFee mit einer fetzigen Piratenparty endete. Zum Abschlusskonzert im Theater im Gründungshaus (TiG) gaben die Lila Lindwurm Band und die Kinder von der Singpause Meerbusch Gas. Sie ließen das beinah 14-tägige Programm für flotte Jungs und pfiffige Mädchen turbulent ausklingen.

Vor ihnen hatten Geraldino, Astrid Hauke und Cattu, der Traumfänger, auf Einladung des Vereins Kulturbeutel in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Weiterbildung und Musik an wechselnden Veranstaltungsorten in mehreren Städten junge Besucher begeistert.

Im TiG saßen die jüngsten Theaterfreunde mit gespannter Aufmerksamkeit und doch sprungbereit auf dem Teppich vor der Bühne. Denn Mitmachen war angesagt. "Seid ihr alle piratenmäßig drauf?", fragte Kinderliedermacher Anders Orth, Gründer des eigenen Kinderlieder-Mitmach-Theaters "Lila Lindwurm". Natürlich brandete ihm ein einstimmiges "Jaaaaa" entgegen. Ehe es mit rockig-poppiger Musik und Tanz auf große Fahrt ging, probten die Kinder den unheimlichen Piratenschrei und übten das Schlingern, als hätten sie schweren Seegang auf der Bühne. Die Kinder bewiesen aber auch, dass sie ganz leise sein können, wenn die Piraten schlafen müssen. Dann drang höchstens ein leises Kichern in die Stille. Als Orth viele Flummis brauchte, hüpfte es in der Halle auf und nieder, dass den Eltern beinahe schwindelig wurde.

Von Anders Orth als Nachwuchs-Liedermacher und "Schwergewicht der Mönchengladbacher Musikszene" empfohlen, kam der Gladbacher Tom Werens an Bord. Beim Lied über das Liebhaben und das "Manchmal" konnten die kleinen Zuschauer neue Puste holen für die nächsten Aktionen vor und auf der Bühne, als tanzende Monster oder Smutje-Gehilfen. Pia (5) fand es "toll — am schönsten die Lieder".

Strahlende Augen hatte am Ende auch Hans Peter Steffens, Vorsitzender des Vereins Kulturbeutel. "Das war toll. Alle Veranstaltungen waren gleichmäßig gut besucht. Heute war's so gut wie ausverkauft. Wir haben unser Ziel, die Zahl von 2000 Besuchern zu überschreiten, erreicht. Nach den Anfängen mit zwei bis drei Veranstaltungen hat sich das Festival stetig fortentwickelt — erst in Mönchengladbach und dann auch in Viersen, Meerbusch und Neuss", bilanzierte der Vorsitzende beim Abschlussfest im TiG. Sein Versprechen gilt: "Wir haben das nun zum 11. Mal gemacht und werden es garantiert auch ein zwölftes Mal machen."

(anw)