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Schutzmasken in Mönchengladbach kaufen: Hier gibt es Mund- und Nasen-Masken

Versorgung in Mönchengladbach : Hier gibt es Masken zu kaufen

Ab Montag müssen die Bürger in Nordrhein-Westfalen zum Schutz Mund- und Nasenmasken beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr tragen. Wir geben einen Überblick, wo es in Mönchengladbach welche Art von Masken zu kaufen gibt.

Seitdem das Land Nordrhein-Westfalen die Maskenpflicht ab kommenden Montag beim Einkaufen sowie im öffentlichen Nahverkehr beschlossen hat, beschäftigt auch die Bürger in Mönchengladbach vor allem die Frage, wo sie sich nun mit Masken versorgen können. Eine erste Anlaufstelle kann dafür die örtliche Apotheke sein. Denn diese verkauft nicht nur Masken, ihr Personal kann zudem im Dialog beratend zur Seite stehen.

„Die Apotheken in Mönchengladbach haben alle ihren Service in den vergangenen Wochen ausgebaut. Wie die Versorgungslage mit Masken im Einzelnen aussieht, kann ich jedoch nicht abschätzen“, sagt Dirk Lammert, stellvertretender Kreis-Vertrauensapotheker in Mönchengladbach. Die Nachfrage nach Masken sei deutlich gestiegen, Hamsterkäufe habe er bei Masken aber noch nicht mitbekommen. Lammert selbst bietet in der Ulmen-Apotheke sowohl medizinisch zertifizierte Atemschutzmasken als auch einfachere Mund- und Nasenmasken, auch „Community-Masken“ genannt, an. „Auch ein niedriger Standard ist besser als gar kein Schutz“, sagt der Apotheker, der täglich 20 bis 30 Mails mit Angeboten von Masken-Produzenten bekommt. „Das sind alles überregionale Angebote unterschiedlichster Qualität. Grundsätzlich ist der Einkaufspreis derzeit noch sehr hoch“, sagt Lammert. Der Bedarf sei durch den Beschluss der Landesregierung eben deutlich gestiegen.

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 So wird es ohne einen Schutz vor dem Gesicht ab Montag nicht möglich sein, einkaufen zu gehen. Real hat bereits angekündigt, dass Kunden ohne Maske, Tuch oder Schal vor dem Gesicht der Zutritt zu seinen Märkten verwehrt werden müsse. Allerdings werde das Unternehmen demnächst Mund- und Nasenmasken in verschiedenen Ausführungen zum Verkauf anbieten, unter anderem wohl einen Fünfer-Pack hochwertiger Textilmasken zum Preis von 19,99 Euro. Einen genauen Termin, ab wann die Masken zu haben sind, gebe es indes noch nicht.

Auch Edeka wird ab Montag keine Kunden ohne Gesichtsschutz in die Filiale lassen. Doch Geschäftsführer Dirk Endt betont: „Wir gewährleisten, dass jeder Kunde, der ohne den nötigen Schutz kommt, bei unseren Mitarbeitern im Eingangsbereich eine entsprechende Schutzmaske erwerben kann.“ Ob künftig auch Masken regulär in den Filialen verkauft werden, stehe indes noch nicht fest. Auch Rewe prüft noch, ob es seinen Kunden bald entsprechende Produkte anbieten kann.

Da der Bedarf an Masken in den kommenden Tagen noch deutlich steigen dürfte, will auch die Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein die Einzelhändler in der Region unterstützen, die solche Masken in ihr Sortiment aufnehmen möchten. Deswegen ruft sie die Hersteller solcher Masken dazu auf, sich zu melden. Ziel ist es, möglichst schnell Anbieter und Nachfrager nach diesen Produkten zusammenzubringen. Die Anbieter werden auf einer Website der IHK gebündelt veröffentlicht, damit Händler auf der Suche nach Masken unkompliziert Kontakt zu den Herstellern aufnehmen können. Hersteller von Alltagsmasken können sich per E-Mail (corona@mnr.ihk.de) an die IHK wenden. Für Fragen steht Gregor Werkle unter der Telefonnummer 02151 635353 sowie per E-Mail (werkle@mittlerer-niederrhein.ihk.de) zur Verfügung.

Produzenten von textilen, wiederverwendbaren Masken gibt es in Mönchengladbach auf jeden Fall jede Menge. So nähen Vereine, Einrichtungen oder Privatpersonen fleißig für Bedürftige, die Nachbarschaft oder den eigenen Gebrauch. Die Ausbildungspaten der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung haben sich beispielsweise mit dem Zonta-Club Mönchengladbach II zusammengetan, um Behelfsmasken für ältere und bedürftige Menschen herzustellen.

Eine Solidaraktion hat auch der Textilmaschinenhersteller Trützschler gestartet, der 1500 Atemschutzmasken an die örtlichen Krankenhäuser verteilte. Und das Gladbacher Modelabel Fynch-Hatton hat 10.000 zertifizierte Atemschutzmasken in Asien besorgt und diese nun an Pflegedienste, Arztpraxen und Altenheime verteilt. Zudem hat Fynch-Hatton damit begonnen, eigene textile Masken zu produzieren. Damit wird die Liste der Mönchengladbacher Unternehmen, die ihre Produktion auf Mund- und Nasenmasken umgestellt haben, immer länger.

So hat Rütex, das Garne entwickelt und produziert, schon vor knapp einem Monat damit begonnen, Masken zu produzieren. Krankenhäuser, Pflegedienste, Unternehmen und Gemeinden gehören zu den Abnehmern. Zudem bemüht sich das Unternehmen, auch eine medizinisch zertifizierte Variante seiner Maske herzustellen. Derweil bietet die Olnetex Textilvertriebs-GmbH wiederverwendbare Mund- und Nasenmasken in geringeren Stückzahlen an. Unter comeon@olnetex.de können fünf Stück zum Preis von 35 Euro bestellt werden.

Der größte Produzent von Masken dürfte jedoch das Textilunternehmen Van Laack sein, das mit seinen Kooperationsbetrieben alleine im April zwölf Millionen Masken herstellt. Dabei bedient Van Laack unter anderem die Landesregierung mit Atemschutzmasken, das Unternehmen kooperiert aber auch mit der Maxmo-Apotheke, die schick designte Community-Masken verkauft, für sechs Euro das Stück.

Schulen und gemeinnützige Organisationen können auch an einer Aktion der Stiftung „The Wave Project“ aus Mönchengladbach teilnehmen. Mit dem Partner Maskenhilfe.de werden pro Verlosung maximal 1000 Atemschutzmasken bereitgestellt. Alle Informationen zu der Aktion gibt es unter www.the-wave-project.com.

In Korschenbroich können Bürger derweil Masken direkt bei der Stadt erhalten. Wer eine Mundmaske benötigt, kann sich bei Petra Köhnen, der Seniorenbeauftragten der Stadt Korschenbroich melden. Nachdem mehrere Senioren sich hilfesuchend an die Stadt gewandt hatten, nahm diese Kontakt mit den Beteiligten der Facebook-Gruppe „Mundmasken nähen in Korschenbroich“ auf. Stoff, Schrägband und Garn wurden von der Stadt selbst gekauft und bereitgestellt. Private Spender sorgten für weiteren Nachschub. Die selbstgenähten Masken liefern zwar laut Stadt keinen hundertprozentigen Schutz, sie erschweren allerdings eine Tröpfchenübertragung durch Träger der Coronaviren. Übergabetermine können unter Telefon 02161 613169 oder per Mail an petra.koehnen@korschenbroich.de vereinbart werden.

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