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Mönchengladbach: Schulen starten Wirtschaftsprojekt

Mönchengladbach : Schulen starten Wirtschaftsprojekt

Am Gymnasium Odenkirchen und dem Hugo-Junkers Gymnasium ist das deutsch-niederländische Wirtschaftsprojekt "econymy@school" angelaufen. In der dreijährigen Projektphase, die bis zum 30. September 2011 dauert, sollen sowohl niederländische als auch deutsche Schüler der Jahrgangsstufen zehn und elf mit unternehmerischem Know-How ausgerüstet werden. Unterstützt wird das Projekt auch von der Hochschule Niederrhein.

Studenten unterstützen Schüler

Management-Studenten der Fontys-Universität in Venlo werden den Schülern des Valuascollege Venlo sowie den deutschen Schülern vermitteln, wie man ein Mini-Unternehmen gründet. Von der Dienstleistungs-Idee über Kreditanfragen bei Banken bis zur Erstellung eines Business-Plans sollen die Schüler selbständig Unternehmensstrategien entwickeln und Entscheidungen treffen. "Wir möchten die Schüler frühzeitig und praxisnah an ökonomische Zusammenhänge heranführen", sagt Dr. Ulrich Scholz, Management-Dozent der Fontys.

Während Ökonomie in den Niederlanden bereits in der Schule unterrichtet wird, hinken die deutschen Kollegen hinterher. "Uns ist wichtig, dass die Schüler grundlegende wirtschaftliche Kenntnisse erwerben. Das können wir bislang nur außerhalb des Unterrichts leistern", sagt Ludolf Kolsdorf, stellvertretender Schulleiter des Gymnasiums Odenkirchen. Das Projekt findet deshalb im Rahmen einer AG statt. Die Schüler kommunizieren per E-Mail-System und Videokonferenz miteinander.

Ins Leben gerufen hat das Projekt die Euregio Rhein-Mass-Nord im Rahmen ihres Interreg IV-Programms. Sie will damit eine grenzübergreifende Zusammenarbeit zwischen Deutschland und den Niederlanden fördern, so Johanna Prüms von der Euregio. Die Projektkosten von rund 440.000 Euro werden zur Hälfte von der EU getragen, 15 Prozent übernimmt das Land NRW, weitere 15 Prozent die Provinz Limburg. Die übrigen 20 Prozent steuern die Fördervereine der Gladbacher Schulen, sowie die Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Stadt bei.

Erste Ideen auf niederländischer Seite sind bereits in Planung: Etwa eine Musik-Datenbank für moderne Partituren, die vermarktet werden sollen. "Probleme bereiten uns momentan die Urheberrechte", informiert der Schüler Stewen De Grijs vom Valuascollege.

(RP)