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Mordversuch in Mönchengladbach: Schüsse auf Linienbus - Täter hockte im Gebüsch

Mordversuch in Mönchengladbach : Schüsse auf Linienbus - Täter hockte im Gebüsch

Ein Linienbus ist auf der Theodor-Heuss-Straße in Mönchengladbach beschossen worden. Der Busfahrer (45) und ein Fahrgast blieben unverletzt. Die Staatsanwaltschaft wertet den Sachverhalt als versuchten Mord. Die Ermittlungen zu dem Täter dauern an.

Wie Staatsanwaltschaft und Polizei am Montag mitteilten, fielen die Schüsse bereits am Samstag gegen 19.42 Uhr. Der Busfahrer war gerade auf der Theodor-Heuss-Straße unterwegs, als er laut Angaben der Polizei einen lauten Knall hörte. Zuerst habe er dabei an einen Steinschlag gedacht, teilte die Polizei am Montagmittag mit. Er stoppte seine Fahrt und kontrollierte das Fahrzeug. Dabei entdeckte er zwei münzgroße Einschusslöcher: einmal in einem Seitenfenster, genau in der Höhe, in der sich zuvor der Kopf des betroffenen Fahrers befunden hatte, und einmal im hinteren Bereich des Busses. Wie die Polizei mitteilte, muss der unbekannte Schütze zweimal kurz hintereinander geschossen haben. Vermutlich hatte der Täter zur Tatzeit im Gebüsch gesessen.

Wer auf den Bus geschossen hat, in dem sich zur Tatzeit der 45-jährige Fahrer und ein Fahrgast befanden, ist derzeit noch völlig unklar. Fest steht, dass der Schütze im Grünstreifen an der Theodor-Heuss-Straße im Gebüsch nahe des Gleisbettes gestanden haben muss.

Im Laufe der Ermittlungen bemerkten die Beamten der Polizei Mönchengladbach am Sonntagmittag in der Fensterscheibe einer Wohnung, ganz in Nähe des Tatorts, an der Ückelhofer Straße, ein weiteres Einschussloch. Am Montag nahm die Tatortgruppe des Landeskriminalamtes NRW an der Theodor-Heuss-Straße in Höhe der Hausnummer 64 Ermittlungen zur Rekonstruktion der Schusskanäle auf. Die Staatsanwaltschaft wertet den Sachverhalt bislang als versuchten Mord aus Heimtücke.

(ape/evo)