1. NRW
  2. Städte
  3. Mönchengladbach

Mönchengladbach: Schüler starten Online-Umfrage zum Thema Zukunft

Mönchengladbach : Schüler starten Online-Umfrage zum Thema Zukunft

Im Gymnasium am Geroweiher wurde ein Fragebogen zum Thema "Wie stellen sich Jugendliche ihre Zukunft vor?" entwickelt. Die Online-Umfrage läuft bis zum 31. Mai. Mitmachen können alle im Alter von zwölf bis 20 Jahren.

Im Gymnasium am Geroweiher wurde ein Fragebogen zum Thema "Wie stellen sich Jugendliche ihre Zukunft vor?" entwickelt. Die Online-Umfrage läuft bis zum 31. Mai. Mitmachen können alle im Alter von zwölf bis 20 Jahren.

Wie sieht das Leben aus, das sich Jugendliche von ihrer Zukunft wünschen, was darf es kosten und wie kann es finanziert werden? Diesen drei Fragen geht eine Arbeitsgruppe von Schülern des Gymnasiums am Geroweiher im Zuge der Berufsvorbereitung nach. Mit Hilfe eines Online-Fragebogens wollen die Gymnasiasten tausende Jugendliche im Alter von zwölf bis 20 Jahren unabhängig von der besuchten Schulform erreichen.

An 27 Schulen in Mönchengladbach verteilten sie bereits Plakate und machten Werbung für ihr Projekt. Die Facebook-Gruppe "Zurumfrage" soll die Befragung weit über die Grenzen des Stadtgebietes bekannt machen. Für die Online-Umfrage, die bis einschließlich 31. Mai freigeschaltet ist, richteten die Schüler des Gymnasiums am Geroweiher extra eine Internetseite ein, die sie selbst programmierten und gestalteten. Etwas mehr als fünf Minuten braucht es, um den Online-Fragebogen zu beantworten.

Antworten sind anonym

Der ehemalige Schüler Konrad Wolsing, der im ersten Semester Informatik studiert und den Online-Fragebogen programmiert hat, versichert: "Wir erheben keine personenbezogenen Daten, alles ist anonymisiert." So werden auch die E-Mail-Adressen, die von den Teilnehmern am Ende der Online-Umfrage angeben werden können, um einen der Geldpreise zu gewinnen, ausschließlich dafür verwendet, die Gewinner zu benachrichtigen.

Bei der Konzeption der 36 Fragen holten sich die Schüler Unterstützung beim sozialwissenschaftlichen Institut der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf. "Wir haben sehr viel Wert auf die Qualität der Umfrage und deren Umsetzung gelegt", betont Initiator, Lehrer und Projektleiter, Robert Mirz. Und so dauerte die Durchführung länger als ursprünglich angenommen. Dafür lernten die Zehntklässler innerhalb eines Jahres, was es heißt, ein Projekt im Team auf die Beine zu stellen, es zu bewerben und Sponsoren zu gewinnen. Die Struktur des Fragebogens ermöglicht die Auswertung der Ergebnisse unter vielen verschiedenen Aspekten. "Eine wissenschaftliche Abhandlung können wir allerdings nicht auf die Beine stellen", sagt Robert Mirz.

Trotzdem hofft er, den Jugendlichen mit Hilfe der Ergebnisse Impulse für das Erreichen ihrer Ziele geben zu können. Inspiriert wurden die Schüler des Gymnasiums am Geroweiher durch die 2012 veröffentlichte Studie des Allensbach-Instituts "Chancengerechtigkeit durch Förderung von Kindern - Ein deutsch-schwedischer Vergleich". Diese ergab, dass nur 36 Prozent der Deutschen glauben, dass Jugendliche aus einkommensschwachen und bildungsfernen Schichten eine Chance haben, es einmal besser als ihre Eltern anzutreffen. 81 Prozent der betroffenen unter 30-Jährigen gaben darüber hinaus an, dass Leistung sich für sie nicht lohne.

(RP)