Mönchengladbach: Schüler reden mit Politikern über Kinder in Krisengebieten

Mönchengladbach : Schüler reden mit Politikern über Kinder in Krisengebieten

Wie ist es für Kinder in einem Kriegsgebiet aufzuwachsen? Wie ergeht es Kindern auf der Flucht? Diese und andere Fragen stellten sich die Schüler des Gymnasiums am Geroweiher zum World Vision Aktionstag "Ich krieg Dich - Kinder in bewaffneten Konflikten". Die Bundestagsabgeordneten Günter Krings (CDU) und Gülistan Yüksel (SPD) nahmen zusammen mit Vertretern von World Vision Deutschland an einer Podiumsdiskussion über diese und andere Fragen teil.

Rund 48 Millionen Kinder leben aktuell in Kriegs- und Krisengebieten und sind auf Hilfe angewiesen. "Hier besteht dringend Handlungsbedarf", finden die Schüler des Gymnasiums am Geroweiher, und so diskutierten sie mit den Abgeordneten über Fluchtursachen und die Flüchtlingssituation auf der Welt. "Rund 65 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht. Wir müssen die Fluchtursachen bekämpfen und den Menschen in ihren Ländern wieder eine Perspektive bieten", sagte Günter Krings, der sich als Staatssekretär im Innenministerium täglich mit diesen Themen befasst. "Nicht nur für die Flüchtlinge in Deutschland ist der Zugang zu Bildung wichtig, sondern es ist gerade in den Krisenregionen von entscheidender Bedeutung, dass wir Flüchtlingskindern auch dort den Schulbesuch ermöglichen", sagten Krings und Yüksel.

"Der Aktionstag und die Ausstellung haben das Leid der als Kindersoldaten missbrauchten jungen Menschen sehr eindrücklich veranschaulicht", waren sich beide Abgeordnete einig. Der Einsatz von Kindern im Krieg sei Kindesmissbrauch und eine Menschenrechtsverletzung. "Es ist unsere Pflicht, uns sowohl im Ausland als auch hier in Deutschland für die Rechte aller Kinder stark zu machen", sagte Gülistan Yüksel.

Am Ende der Diskussionsrunde übergaben die Schüler den Abgeordneten noch ihre roten Handabdrücke. Mit der Aktion "Red Hands" soll ein Zeichen gegen den Einsatz von Kindersoldaten gesetzt werden. Die rote Hand steht dabei für das "Nein" zur Rekrutierung und zum Einsatz von Kindersoldaten. "Vieles von dem, was wir in Deutschland für selbstverständlich halten, muss für Kinder in anderen Ländern erst noch durchgesetzt werden. Beim Thema ,Kinderrechte' gibt es daher noch viel zu tun", sagte Krings. "Daher sind wir sehr froh, dass SPD und CDU sich nun darauf geeinigt haben, dass Kinderrechte ins Grundgesetz aufgenommen werden", ergänzte die SPD-Abgeordnete.

(RP)
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