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Mönchengladbach: Schöpp op feierte Jubiläumssitzung mit kölschem Spitzenprogramm

Mönchengladbach : Schöpp op feierte Jubiläumssitzung mit kölschem Spitzenprogramm

Die Kölner Rheinveilchen sorgten für den Höhepunkt der letzten Sitzung vor Beginn des Straßenkarnevals. Das Prinzenpaar erlebte in der KFH ein Déjà-vu.

Völlig entspannt steht Ilka Strenge auf den Schultern ihres Tanzoffiziers Sven Luderer, lächelt und winkt ins Publikum. Dabei sieht sie aus, als sei nichts gewesen. In Wahrheit hat die 31-Jährige gerade mit dem Tanzcorps Kölner Rheinveilchen für den Höhepunkt der Jubiläumssitzung der KG Schöpp op Eicken gesorgt.

Bei drei Tänzen flog sie bis knapp unter die Decke der Kaiser-Friedrich-Halle und quer über die riesige Bühne. Trotz der knallharten Artistik und großer Anstrengung hat sie noch nicht einmal eine Schweißperle auf dem Gesicht. "Sie gelten als das beste Tanzcorps im rheinischen Karneval", hatte Präsident Willi Kleuser die Rheinveilchen angekündigt und damit nicht übertrieben. Der MKV-Präsident leitete die Sitzung, weil dieses Amt bei der Schöpp op vakant ist. Die Aushilfe erledigte ihren Job wie gewohnt meisterlich.

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Für das Prinzenpaar war die Jubiläumssitzung ein Déjà-vu. Das Publikum war gekleidet wie bei der Proklamation, die Halle war dieselbe, der Einmarsch dauerte genauso lange, und die Tollitäten blieben die ganze Sitzung als lebendes Bühnenbild dabei. "Langsam gewöhne ich mich daran. Ich weiß gar nicht, was ich nächste Woche machen soll", sagte Prinz Peter I. Ihr Lied kommentierte Kleuser mit den Worten: "Ihr seid die Gladbacher Antwort auf Cindy und Bert." Zuvor hatten die Mariechen und die Funkengarde sowie Ausnahmemariechen Jennifer Brewig für den ersten Hingucker gesorgt.

Das völlig durchgeknallte Rentnerduo Willi und Ernst sorgte für die ersten Lacher. "Ich bin medikamentös gut eingestellt. Vor euch steht Pflegestufe sechs", sagte Ernst und verkündete, so heiß wie ein Raclettepfännchen zu sein. Die Garderottis in Bestbesetzung verwandelten die Jubiläumssitzung in eine -stehung und zeigten wieder einmal, dass sie nicht umsonst ein Aushängeschild des Mönchengladbacher Karnevals sind. Zehn Liter Bier statt Orden gab es anschließend für das Fanfarencorps der Schöpp op. Bauchredner Klaus ärgerte sich danach mit seinem Affen Willi herum. "Eine typische Krankheit bei Polizisten sind Bullaugen", verriet der Affe.

Blom un Blömcher sorgten mit ihren Parodien für jede Menge Spaß, und die Kölschfraktion spielte alte Lieder der Höhner.

(cli)