1. NRW
  2. Städte
  3. Mönchengladbach

Prozess gegen Rocker in Mönchengladbach: "Schöne Grüße von Satudarah" - Anklage wegen schweren Raubs

Prozess gegen Rocker in Mönchengladbach : "Schöne Grüße von Satudarah" - Anklage wegen schweren Raubs

Drei Mitglieder des Motorradclubs Satudarah stehen seit Montag unter anderem wegen schweren Raubs vor Gericht in Mönchengladbach. Sie sollen im Juni vergangenen Jahres zwei Männer in einer Mönchengladbacher Wohnung mit einer Waffe bedroht und beraubt haben.

Die drei wollten laut Anklage Geld und Drogen bei einem 52-jährigen Mönchengladbacher aus dem Rockermilieu eintreiben. Als sie ihn selbst in seiner Wohnung in Mönchengladbach nicht antrafen, sollen sie von zwei anderen dort anwesenden Männern Handys und einen Tablet-PC mit vorgehaltener Waffe geraubt haben. Beim Verlassen der Wohnung bestellten sie laut Anklage dem 52-Jährigen einen "schönen Gruß von Satudarah" und kündigten an, dass sie dem gesuchten Mann "eine Kugel in den Kopf jagen werden".

Hintergrund der Tat soll Streit um Geld und eine nicht ausgeführte Motorradreparatur gewesen sein. Ein 59 und ein 36 Jahre alter Angeklagter schwiegen beim Prozessauftakt dazu. Ein 24-Jähriger ließ seinen Anwalt erklären, er sei nachweisbar nicht dabei gewesen.

Auch in Duisburg stehen Satudarah-Leute vor Gericht. Den beiden 37 und 25 Jahre alten Angeklagten, zwei ehemalige Chefs des Rockerclubs, wird die Beteiligung am Drogen- und Waffenhandel sowie die Anstiftung zu zwei Anschlägen vorgeworfen. Sie sollen einen Anschlag mit einer Handgranate auf das Clubhaus der verfeindeten Hells Angels in Auftrag gegeben haben.

(lnw)