Mönchengladbach Schilderwald wird gelichtet

Mönchengladbach · Die Stadtverwaltung macht einen Rückzieher: Nach dem gestrigen Bericht dieser Zeitung über den Schilderwald vor dem Landgericht an der Hohenzollernstraße werden Konsequenzen gezogen.

 Der Schilderwald an einem Bypass der Hohenzollernstraße: Die Stadt baute 16 Schilder für 37 Parknischen auf.

Der Schilderwald an einem Bypass der Hohenzollernstraße: Die Stadt baute 16 Schilder für 37 Parknischen auf.

Foto: Isabella Raupold

Statt wie jetzt 16 Anwohner-Parkschilder für 37 Parknischen wird es laut Stadtsprecher Wolfgang Speen "höchstens noch fünf oder sechs geben". Er gestand einen Fehler im städtischen Fachbereich Ingenieurbüro und Baubetrieb, der für die Aufstellung der Schilder zuständig war, unumwunden ein.

"Da gab es eine sehr ärgerliche Kommunikationspanne, und prompt ist alles aus dem Ruder gelaufen", so Speen. Am Dienstag hieß es noch, das sei alles korrekt gelaufen, weil die Straßenverkehrsordnung diese Schilder-Dichte vorsehen würde.

Die CDU hatte Anstoß an dem Schilderfestival genommen. Auf rund 200 Meter an einem Bypass der Hohenzollernstraße hatten städtische Mitarbeiter insgesamt mehr als 20 blau-weiße Parkschilder aufgestellt, 16 alleine für die Parknischen. Zu allem Überfluss sind auf den Schildern Hinweispfeile, so dass der Autofahrer auch 16-mal erkennen kann, in welcher Richtung überall Anwohnerparken gilt.

"So machen wir uns zum Gespött", wunderte sich darüber Hans Wilhelm Reiners, planungspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion. Seine gestrige Reaktion: "Die Vernunft hat sich durchgesetzt."

(RP)
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