Mönchengladbach: Salafistenszene beschäftigt weiter die Polizei

Mönchengladbach: Salafistenszene beschäftigt weiter die Polizei

Auch wenn es um die Salafisten in Mönchengladbach ruhig geworden ist: Die islamistische Szene beschäftigt auch weiterhin die Polizei. Denn Salafisten leben immer noch in der Stadt. "In einigen Moscheen dürfen sie beten, aber sie erhalten dort keine Plattform", sagt Polizeisprecher Peter Spiertz. Und: "Die Moscheevereine legen großen Wert darauf, dass die Salafisten bei ihnen nicht agitatorisch tätig werden." Bei der Polizei gibt es einen Kontaktbeamten für Muslime.

Der habe gute Verbindungen zu allen 26 Moscheevereinen in Mönchengladbach. Sven Lau, ehemaliger Vorsitzender des mittlerweile aufgelösten Vereins Einladung zum Paradies", hält sich zurzeit viel in Ägypten auf. Angeblich arbeitet er an der Sprachschule "Easy Language Center" in Alexandria. Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins Spiegel wird dort nicht nur Arabisch gelehrt. Sprachschulen in Alexandria sollen auch deutsche Salafisten ausbilden, Konvertierte sollen hier radikalisiert werden.

Der Spiegel-Autor traf Sven Lau in Ägypten und fragte ihn unter anderem, ob er die Glaubensbrüder versteht, die sich dazu entschließen, in den "Heiligen Krieg" zu ziehen und in Syrien zu kämpfen. Lau antwortete, dass er nicht für den Kampf ausgebildet sei. Aber er habe das Bedürfnis zu helfen und schicke lieber Geld und Medikamente.

(gap)