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Mönchengladbach: Rutschpartien — Busse fuhren nicht

Mönchengladbach : Rutschpartien — Busse fuhren nicht

Schnee und Eis haben den Linienbusverkehr bis gestern Morgen um 4 Uhr zum Erliegen gebracht. Kurz nach 19 Uhr hatte das Schneetief Petra am Donnerstag die Stadt erreicht.

Innerhalb von nur einer Stunde ereigneten sich sechs Unfälle auf eisglatter Fahrbahn. Auf den Straßen mit Steigungen gerieten nicht nur Autos ins Schliddern. Vor allem an der Hindenburgstraße fuhren sich viele Busse fest. In einigen Fällen ging nichts mehr, bis die GEM mit ihren Streufahrzeugen half. "Um 19.30 Uhr haben wir die Busfahrer zurück ins Depot gerufen und den Busverkehr eingestellt", sagte NVV-Sprecher Helmut Marmann gestern.

Ärgerlich: Zu dem Zeitpunkt war auch die Fahrgast-Informationsanlage ausgefallen. So standen viele Kunden hilflos an den Bushaltestellen und warteten vergeblich im Schneegestöber. "Wir hatten leider einen Ausfall der Rundsteuerungsanlage, so dass wir nicht über die Einstellung des Busverkehrs informieren konnten", erklärte Marmann. Und das ausgerechnet zu einer Zeit, in der normalerweise rund 180 Busse unterwegs sind.

26 Unfälle

Beschwerden von Fahrgästen, die NVV-Busse seien noch mit Sommerreifen unterwegs, wies Marmann entschieden zurück. "Unsere Linienbusse sind alle mit Allwetterreifen unterwegs, die für den Winterbetrieb zugelassen sind." Diese Reifen befänden sich auf allen Achsen, obwohl dies gar nicht nötig sei. Der Gesetzgeber verlangt bei Lkw über 7,5 Tonnen und Bussen mit mehr als acht Sitzplätzen so genannte M+S-Reifen nur an der Antriebsachse. Der Busverkehr lief gestern Morgen ab 4 Uhr wieder normal.

Bis gestern Abend zählte die Polizei 26 witterungsbedingte Unfälle. In den allermeisten Fällen blieb es bei Blechschäden. Nur bei einem Unglück wurde ein Mensch verletzt. Die Polizei schätzt den entstandenen Sachschaden auf insgesamt rund 50 000 Euro.

Hier geht es zur Bilderstrecke: So schön war Schneewalze Petra

(RP)