Mönchengladbach: Römerbrunnen: Eigentümer rechtfertigt sich

Mönchengladbach: Römerbrunnen: Eigentümer rechtfertigt sich

"Unser Unternehmen verfolgt eine Strategie, bei der in jedem gekauften Objekt die Lebensqualität für die Bewohner sowie die Attraktivität des Standortes auf lange Sicht erhöht werden soll": So beschreibt die Berliner Management-Gesellschaft Grand City Property ihre Firmenphilosophie.

Diese soll, so die Aussage, langfristig auch im Römerbrunnen, seit 2008 unter der Verwaltung von Grand City Property, greifen.

Vollmundige Versprechungen

Schon jetzt habe man mehrere Millionen Euro in die Wohnanlage investiert. "Grand City Property hat mehr investiert als jeder andere Eigentümer zuvor und wird dies auch weiter betreiben", heißt es in einem Schreiben an die RP. Das Auswechseln der Fenster sei eine der Maßnahmen, die für warme Wohnungen, zufriedene Mieter und niedrigere Heizkosten sorgen solle. Die Berliner Gesellschaft hatte vor vier Jahren die Hochhaussiedlung an der Giesenkirchener Straße übernommen. Vollmundige Versprechungen wurden damals gemacht, Haus Nummer 29 in Ochsenblutrot getaucht, Musterwohnungen aufgepeppt und Außenanlagen partiell verschönert. Die Recherchen und die Berichterstattung der Rheinischen Post — "Römerbrunnen: Mieter frieren" und "Römerbrunnen: Stadt schaltet sich ein" — hatte die Hausverwalterfirma in Berlin aufgeschreckt. Als dann zusätzlich Bezirksvorsteher Karl Sasserath die städtische Bauordnung und die Wohnungsaufsicht einschaltete, entschloss sich Grand City Property zur Kommunikation. Gestern kam die umfangreiche Stellungnahme per E-Mail.

  • Mönchengladbach : Römerbrunnen: Mieter frieren

Man habe versucht, möglichst viele Fenster auszutauschen — auch in der kälteren Jahreszeit. "Da die Heizkörper an der Fenstereinheit angebracht sind, müssen sie abgenommen und später wieder installiert werden", hieß es. Nachdem in der vorvergangenen Woche die Heizkörper ausgebaut worden waren, hatten die bulgarischen Fenstermonteure die Baustelle verlassen, weil sie ihren Lohn nicht erhalten hatten. Die Mieter saßen bei 13 Grad in ihren Wohnungen. Einigen platzte der Kragen. Sie machten ihre Not öffentlich.

Im Schreiben der Grand City Property heißt es abschließend: "Wir haben die Objekte bereits im letzten Jahr enorm verbessert und werden dies auch in Zukunft fortführen."

(RP/rl)
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