Mönchengladbach: Rock im JHQ: Lieberberg will im Juli Namen der Bands veröffentlichen

Mönchengladbach: Rock im JHQ: Lieberberg will im Juli Namen der Bands veröffentlichen

Marek Lieberberg versprach den Gladbachern am Dienstag "das beste deutsche Open Air Festival". Mit Stadt und Bund kommen die Gespräche voran.

Die Ampeln für "Rock am Ring" stehen auf Grün: Konzertveranstalter Marek Lieberberg war gestern sehr zufrieden mit dem Verlauf der Gespräche mit der Stadt, die das Festival im JHQ genehmigen muss, und mit dem Bund, der das Grundstück zur Verfügung stellen muss. Oberbürgermeister Norbert Bude versprach Lieberberg, dass dieser Mitte Juli Klarheit darüber hat, ob das Rock-Festival genehmigt werden kann. "Wir haben eine Reihe von Hausaufgaben mitgenommen. Die werden wir jetzt professionell abarbeiten", sagte Lieberberg der RP.

Norbert Bude versicherte, die Verwaltung arbeite mit Hochdruck an dem Thema. Auch mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima), mit der Lieberberg gestern telefonisch verhandelte, gibt es keinen grundsätzlichen Dissens. Die Bima will das Grundstück vorerst nur für wenige Jahre vermieten. Das ist für Lieberberg in Ordnung.

Name "Rock im JHQ"?

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Die Festival-Fans, die Lieberberg bei einer Info-Veranstaltung am Hockey-Park lautstark feierten, sind schon jetzt voller Vorfreude. Erste Band-Namen werden aufgrund ihrer Touren-Zyklen schon gehandelt: U2, Coldplay, ACDC oder Die Toten Hosen könnten für einen Auftritt in Frage kommen. Lieberberg will im Juli erste Bands bekannt geben. Unklarheit besteht auch noch über den Namen des Festivals. Der Umzug ins JHQ sei ein Neuanfang, sagte Lieberberg - aus "Rock am Ring" könnte daher zum Beispiel "Rock im JHQ" werden.

Neben all der Euphorie gibt es auch kritische Stimmen. Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) warnt vor möglichen Umweltschäden, die das große Festival rund um das JHQ-Gelände anrichten könnte. Die Naturschützer appellieren daher an die Verantwortlichen, eine mögliche Festival-Genehmigung zunächst "befristet, vorläufig oder unter Vorbehalt zu erteilen". Der BUND fürchtet, dass Tiere durch den Lärm belästigt werden könnten und dass der nahe gelegene Hellbach verunreinigt wird, weil Festival-Besucher den Wald als wilde Toilette benutzen. Da das Festival ausgewiesene europäische Schutzgebiete betrifft, müssten zudem Renaturierungsflächen als "Puffer" geschaffen werden.

Auch die FWG ist skeptisch. "Noch kann niemand wissen, ob Rock am Ring für die Stadt ein Gewinn ist. Denn ob die Stadt Kosten zu tragen hat und welche Einnahmen dem entgegenstehen, ist unklar", sagt Ratsherr Klaus Oberem. Auch Verkehrs- und Sicherheitskonzepte müsste man genau prüfen.

(RP)
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