Rock am Ring in Mönchengladbach: Euphorie bis nach England

Mönchengladbach : Rock im JHQ: Euphoriewelle schwappt bis nach England

Jetzt hat die Nachricht, dass das legendäre Musik-Festival "Rock am Ring" im kommenden Jahr in Mönchengladbach stattfinden könnte, auch Großbritannien erreicht. Menschen, die früher im JHQ stationiert waren, sind begeistert von der Idee.

"Das JHQ war immer Teil von MG, und das Gelände zu verschwenden, wäre eine Schande. Ich habe mit meinem Mann dort eine tolle Zeit verbracht und dorthin für Rock am Ring zurückzukehren, wäre fantastisch. Viele im Bekanntenkreis - auch hier in England - sehen es genauso wie wir. Und würden dafür nach MG kommen - frei nach dem Motto: Let's Rock JHQ. Liebe Stadtväter... GLADBACH IST BEREIT, seid ihr es auch ???", postete Jenny Cockcroft auf der Facebook-Fanseite "Rock am Ring: Mönchengladbach sagt willkommen."

Auch Calum McKenna lebte früher im JHQ. Er will unbedingt auf dem Laufenden gehalten werden, was die Pläne für das Musikfestival in Mönchengladbach betrifft. Helga Heine, früher Pressesprecherin der britischen Streitkräfte, findet es ebenfalls "eine grandiose Idee", das JHQ für das Festival zu nutzen.

"Wenn das klappt, laufe ich nackt die Hindenburgstraße runter"

Aber es gibt noch mehr Zuspruch aus dem ganzen Land. Einige haben Freunde in Mönchengladbach, manche kennen die Stadt von Besuchen von Fußballspielen. Selbst vom Bodensee kamen begeisterte Kommentare. Und die Mönchengladbacher selbst? Sie sind ganz euphorisch. Einige wollen nackt die Hindenburgstraße hinunter laufen, wenn es klappt mit Rock am Ring. Andere fragen sich, ob man mit einem spontanen Flashmob das Projekt originell unterstützen könnte. Wieder andere beten einfach.

Die Aussicht vieler Mönchengladbacher, gute Musik hören zu können, aber abends im eigenen Badezimmer zu duschen und im eigenen Bett schlafen zu können, erfreut nicht nur ältere Fans, sondern auch jüngere.

Natürlich gab es auch Kritik. Aber einige änderten auch ihre Meinung. Auf RP-Online kommentierte zunächst jemand, dass er glaube, die Stadt würde mehr von Einzelkonzerten mit Helene Fischer und Peter Maffay profitieren, als von Rock am Ring, wo alle Besucher Camper und Selbstversorger seien. Doch die Aussagen der Hotellerie und Gastronomie im Umfeld des Nürburgrings stimmten ihn um.

Carsten Cimander schreibt auf der Facebook-Fanseite: "Rock over Germany in Wildenrath 1993 mit über 100 000 Besuchern hat doch auch geklappt. Ihr müsst das machen. M'gladbach für den Niederrhein!!!" Übrigens: Bis gestern Abend bekam die Fanseite "Rock am Ring: Mönchengladbach sagt willkommen" schon weit über 22 000 Gefällt-mir-Klicks.

(RP)
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