Mönchengladbach: Rheydter spielt mit Stars in Kinofilm

Mönchengladbach: Rheydter spielt mit Stars in Kinofilm

Der Schauspieler Detlef Scholzen (48) freut sich, dass er nach 20 Jahren als TV-Darsteller in einem bundesweit ausgestrahlten Kino-Opus zu sehen ist. In "Der fast perfekte Mann" von Vanessa Jopp spielt er einen Adoptivvater.

Als vor fast 25 Jahren ein Hamburger Zeitschriftenverlag Darsteller für fotografierte Love-Storys suchte, fand Detlef Scholzen den Einstieg zu seinem Beruf. Obwohl er als Schauspieler noch gar nicht ausgebildet war, gefiel ihm das Agieren vor Kameras. "Ich habe damals gemerkt, es macht mir Spaß, fiktive Situationen aus dem Leben darzustellen". Flugs meldete der junge Mann sich bei einer privaten Schauspielschule an. "Mir bescheinigten damals Auftraggeber, dass ich Talent, Wandlungsfähigkeit und Ausstrahlung habe", berichtet der inzwischen 48-Jährige, der seit fünf Jahren in Rheydt lebt.

Mit Benno Fürmann, der die Hauptrolle im Film spielt, stand Detlef Scholzen zusammen vor der Kamera. Foto: H. Herbertz

Detlef Scholzen macht keinen Hehl daraus, dass er sich für "sympathisch, humorvoll und einen Mann mit Bodenhaftung" hält. Das tun andere offenbar auch, sonst hätte der gebürtige Düsseldorfer wohl nicht einen Auftrag nach dem anderen in den vergangenen 20 Jahren gehabt. Allerdings blieb sein Aktionsradius bisher vorwiegend auf die Bereiche Werbefilm und -fotografie, Modeln und Fernsehen begrenzt. So hat Scholzen unter anderem als Kandidat in der Oliver-Geissen-Show "Es kann nur Einen geben", als Kriminalkommissar in der ZDF-Reportage "Internetbetrug" oder in "Verbotene Liebe" mitgewirkt. Besonders stolz ist der Akteur auf seine Rolle als Schulleiter in "Homies": "Das war 2010, damals durfte ich neben Jimi Blue Ochsenknecht und dem inzwischen verstorbenen Günther Kaufmann spielen", erinnert Scholzen sich. Der Film war sein erster Dreh fürs Kino.

Nur ein Jahr später folgte der zweite Kinofilm. "Der fast perfekte Mann" wurde bereits 2011 gedreht, aber erst am 24. Oktober dieses Jahres wird die Arbeit der jungen Regisseurin Vanessa Jopp in die Kinos gelangen. Im Aufgebot sind neben anderen Benno Fürmann, Jördis Triebel, Katharina Thalbach und Louis Hofmann (der Tom Sawyer aus "Huckleberry Finn").

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Über den Inhalt dürfe er vorab nichts verraten, erklärt Detlef Scholzen. Aber da hilft das Internet. Dort ist zu erfahren: In "Der fast perfekte Mann" geht es um einen ziemlich erfolglosen Fernsehmoderator namens Ulf (Benno Fürmann), der zudem noch bindungsunfähig und unreif ist. Kinder will er ebenso wenig wie dauerhafte Beziehungen zu Frauen. Dann erkrankt die Mutter seines Neffen Aaron (Louis Hofmann) schwer — Ulf ist nun als Kümmerer gefragt, ihn wünscht sich jedenfalls Aaron. Dabei spielt dann auch Aarons Adoptivvater eine Rolle. Die hat im Film Detlef Scholzen.

"Der fast perfekte Mann" hat eine Spieldauer von einer Stunde und 37 Minuten und kommt am 24. Oktober bundesweit in die Kinos. Gewiss auch in Mönchengladbach. Die Komödie ist ab sechs Jahren freigegeben. "Komödien, überhaupt Plots, die im Spiel Humor erfordern, liegen mir mehr als ernste Stoffe", erklärt der 48-Jährige.

Seine Stärken sieht Scholzen in der Wandlungsfähigkeit der Darstellung verschiedener Charaktere. Auch als "Stimmkünstler" bezeichnet er sich auf seiner Homepage (www.detlefscholzen.com). Besonders stolz ist er auf seine Aussprache in kölscher oder sächsischer Mundart. Ein fast perfekter Sprecher . . .

(RP)
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