Mönchengladbach: Rheydt: Felten macht der Stadt Vorwürfe

Mönchengladbach: Rheydt: Felten macht der Stadt Vorwürfe

Sechs Jahre lang war er Vorsitzender und damit Sprecher des Rheydter Citymanagements. Jetzt hat Peter Felten überraschend seine Position zur Verfügung gestellt. "Ich musste mein Geschäft aufgeben, und als Folge daraus sah ich mich gezwungen, mich auch aus dem Vereinsvorstand zurückzuziehen", sagt Felten.

Er könne den Verein nicht führen, nachdem sein eigener Laden "den Bach heruntergegangen ist".

Seiner Meinung nach würde er sich angreifbar machen, wenn er weiterhin als Sprecher der Händler auftreten würde. "Ich will dem Verein nicht schaden, ich kann das auch mir selbst und dem Citymanagement nicht zumuten."

Peter Felten ist selbstbewusst genug, zu sagen, dass er in den vergangenen sechs Jahren eine Menge für Rheydt getan hat. "Das Citymanagement ist der einzige politisch unabhängige Verein in der Stadt, der dennoch Politik macht." Es sei ihm wichtig, dass das wahrgenommen wird. "Der Verein ist eine Institution, die auf Dinge aufmerksam macht, die nicht in Ordnung sind."

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Die Umbauarbeiten in Rheydt etwa, die das geschäftliche Leben fast zum Erliegen gebracht hätten. "Der Marktplatz ist eine tote Fläche geworden, und die Arbeiten an der Haupt- und der Harmoniestraße ziehen sich über alle Gebühr lange hin." Felten fragt: "Ist der Stadt das egal, wenn die Geschäftsleute kaputt gehen?" Schließlich seien sie doch gute Steuerzahler, "und die Verwaltungsangestellten werden ja nun mal aus Steuern bezahlt."

Am Donnerstag ist Jahreshauptversammlung des Rheydter Citymanagements. "Wir werden einen kommissarischen Vorsitzenden wählen", sagt Jürgen Kleewald vom Vereinsvorstand. Von Peter Feltens Rücktritt seien alle Beteiligten sehr überrascht worden. "Aber wir müssen zusehen, dass es weiter geht in Rheydt."

Glücklicherweise habe sich der Beiratsvorsitzende Christoph Hartleb bereiterklärt, den Verein bis zur nächsten Gesellschafterversammlung kommissarisch zu führen.

(RP)
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