Mönchengladbach: Rheindahlener wird Chef des Verfassungsschutzes

Mönchengladbach: Rheindahlener wird Chef des Verfassungsschutzes

Der Rheindahlener Dr. Hans-Georg Maaßen könnte am Dienstag zum neuen Chef des Verfassungsschutzes gewählt werden. Innenminister Hans-Peter Friedrich hatte am Montag die Bundestagsfraktionen über die Personalie informiert.

Seit Montag kennt ihn halb Deutschland: als designierten Präsidenten des Bundesverfassungsschutzes; als denjenigen, der nach der Neonazi-Affäre in der Behörde mit 2600 Mitarbeitern aufzuräumen hat. In Mönchengladbach kennt man Dr. Hans-Georg Maaßen (50) schon lange: als Mitschüler am Gymnasium Rheindahlen (Abi 82), als heimatverbundenen Sohn des Ehepaars Maaßen, das über Jahrzehnte ein Zigarrengeschäft an der Beecker Straße hatte. Vor einem Jahr starb seine Mutter Luise Maaßen.

Nach seiner Mönchengladbacher Zeit machte Hans-Georg Maaßen Karriere. Nach dem Jura-Studium in Köln und Bonn und seiner Promotion in Völkerrecht ging er 1991 ins Bundesinnenministerium. Dort ist er seit 2008 als Ministerialdirigent Leiter der Abteilung für Terrorismusbekämpfung. Zuvor war er Referatsleiter für Ausländerrecht. Maaßen gilt als exzellenter Kenner der Materie. Da ihm die Führungserfahrung in einer derart großen Behörde fehlt, ist seine Ernennung gleichwohl eine Überraschung. Innenminister Hans-Peter Friedrich hat am Montag die Bundestagsfraktionen über die Personalie informiert. In Berlin geht man davon aus, dass das Kabinett schon morgen den Personalwechsel beschließt. Der Bundestagsabgeordnete Dr. Günter Krings sagte der RP: "Sollte Maaßen gewählt werden, würde ich das sehr begrüßen. Er ist ein hochkompetenter Mann, der alle nötigen Voraussetzungen für diesen verantwortungsvollen Job mitbringt."

(RP)
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