Mönchengladbach: Rettung für Kita Mummpitz in Sicht

Mönchengladbach : Rettung für Kita Mummpitz in Sicht

Der Kindergarten muss seinen Container-Standort zum 31. August räumen. Es gibt Gespräche, dass er auf das Monforts-Gelände zieht - und da auch bleibt.

Wenn alles normal verlaufen wäre, dann hätte Mummpitz seinen Platz am Hardterbroicher Markt gefunden. Dort, auf einem jetzigen Brachgelände an der Grevenbroicher Straße, sollten die 40 Kinder und mehr als sieben Mitarbeiter eine dauerhafte Bleibe finden. Doch das Bauprojekt des Unternehmens Jessen, das seit Jahren diskutiert wird und längst fertig sein sollte, verzögert sich weiter. Und die Container-Kita Mummpitz hat im August vergangenen Jahres vorübergehend an der August-Monforts-Straße neben dem neuen Altenheim einen Standort gefunden, der als vorläufiges Domizil bestens funktioniert. Es lief alles nach Plan - bis die Elterninitiative die Kündigung bekam: Zum 31. August muss sie das Gelände verlassen und ihre Container woanders aufstellen.

"Wir waren wie vor den Kopf geschlagen", sagt Dorothea Hüttersen, Geschäftsführerin des Mumm-Familienservice. Die Gesellschaft gehört zum Paritätischen, ihr angeschlossen sind mehrere Elterninitiativen. Das Gelände, auf dem sie die Container für Mummpitz gestellt hat, gehört ebenfalls der Firma Jessen. Und die braucht es dringend, weil sie es an einen Investor verkauft hat, der ab Frühherbst ein Bauprojekt plant. Seit Wochen suchen Mumm-Familienservice und Jessen nach einem Ausweichquartier für die 40 Kinder. Ohne Erfolg. "Wir waren mit unserem Latein am Ende", sagt Hüttersen.

Jetzt zeigt sich ein Silberstreif. Es sieht alles danach aus, als könnte die Kita Mummpitz auf das Monforts-Quartier ziehen. Nicht nur vorläufig, sondern sogar endgültig. Hüttersen: "Die Gespräche waren sehr gut. Für uns ist der Standort ideal, weil er nicht weit entfernt von unserem jetzigen ist. Und die Freiflächen auf dem Gelände verfügen über alle Anschlüsse, die wir für unsere Container benötigen." Jetzt wird unter anderem geprüft, wie die fertigen und vom Landesjugendamt genehmigten Pläne für den Standort Hardterbroicher Markt auf die mögliche Alternative Monforts-Gelände übertragen werden können.

Einigen sich die Verhandlungspartner, werden die Kita-Container vermutlich im August von der August-Monforts-Straße zum Monforts-Gelände verlagert. Gibt es am Ende sogar eine endgültige Lösung mit einem dauerhaften Standort, wird die Elterninitiative ihre Kindergarten-Pläne für den Hardterbroicher Markt ad acta legen. Das bedeutet nicht, dass es an diesem Domizil keinen Kindergarten gibt. Wie es heißt, bleibt das Teil der Verhandlungen mit einem Investor.

(biber)